Vollmacht

volmag
Substantiv · Juristisch

Nimm „volmag“, wenn jemand rechtsgeschäftlich für eine andere Person handeln darf. „Volmagbrief“ ist die Urkunde, „mandaat“ eher Auftrag, „magtiging“ bloße Ermächtigung.

volmag
die rechtliche Vertretungsmacht oder power of attorney.
volmagbrief
die Vollmachtsurkunde als Dokument.
mandaat
Auftrag oder Mandat, nicht automatisch Vertretungsmacht.
magtiging
allgemeine Ermächtigung oder Zustimmung, weiter als Vollmacht.
Mehr dazu
Warum

„Vollmacht“ meint entweder die Befugnis oder die Urkunde. Afrikaans trifft die Befugnis mit „volmag“ und das Schriftstück mit „volmagbrief“. „Mandaat“ kann ein Auftrag sein, begründet aber nicht zwingend Vertretungsmacht gegenüber Dritten. „Magtiging“ ist breiter und kann eine interne Erlaubnis meinen, ohne den Vertretungseffekt sauber zu tragen.

Typische Fehler

„Vollmacht erteilen“ heißt „volmag verleen“ oder „iemand volmag gee“.

„Vollmachtsurkunde“ ist „volmagbrief“, wenn ausdrücklich das Dokument gemeint ist.

„Mandaat“ nicht verwenden, wenn die Erklärung Dritten gegenüber wirken soll.

„Magtiging“ nur nehmen, wenn eine allgemeine Autorisierung gemeint ist.

Beispiele
Vollmacht erteilen volmag verleen
jemandem Vollmacht geben iemand volmag gee
Vollmachtsurkunde volmagbrief
ohne Vollmacht handeln sonder volmag optree
Generalvollmacht algemene volmag
Worauf es ankommt

Unterzeichnung, Gesellschaftsrecht oder Prozessvertretung: „volmag“ entscheidet, ob eine Handlung einer anderen Person zugerechnet wird. „Mandaat“ beschreibt eher den Auftrag im Innenverhältnis.

Was die Maschine übersieht

Bei „Vollmacht“ erscheint maschinell häufig „magtiging“. Das kann als Erlaubnis genügen, verdeckt aber die Vertretungsmacht nach außen, die für Unterschriften und Erklärungen entscheidend ist.

Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.