Vertrag

leping
Substantiv · Juristisch

Nimm „leping“, wenn eine rechtlich bindende Vereinbarung gemeint ist. „Kokkulepe“ ist breiter und kann auch eine bloße Absprache sein; „lepingudokument“ meint nur die Urkunde.

leping
rechtlich bindender Vertrag oder Vertragsverhältnis.
kokkulepe
vereinbarung oder Einigung; kann rechtlich bindend sein, ist aber weiter und weniger streng.
lepingudokument
vertragsurkunde oder Vertragsdokument, nicht der Vertrag als Rechtsverhältnis.
tehing
rechtsgeschäft; kann ein Vertrag sein, ist aber der Oberbegriff.
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Warum

Das Deutsche verwendet „Vertrag“ sehr breit. Estnisch trennt klarer zwischen leping als rechtlich bindendem Vertrag, kokkulepe als Einigung und lepingudokument als Schriftstück. In juristischen Texten ist leping der normale Kernbegriff; kokkulepe wirkt weicher, wenn Durchsetzbarkeit gemeint ist.

Typische Fehler

„Einen Vertrag abschließen“ heißt lepingut sõlmima, nicht wörtlich „lepingut sulgema“.

„Vertragspartei“ ist lepingupool.

Kokkulepe ist nicht automatisch falsch, aber bei einem durchsetzbaren Vertrag oft zu allgemein.

Tehing nicht als Standardübersetzung verwenden, wenn konkret ein Vertrag gemeint ist.

Beispiele
Vertrag abschließen lepingut sõlmima
Vertragspartei lepingupool
schriftlicher Vertrag kirjalik leping
Vertragsentwurf lepingu projekt
Vertrag erfüllen lepingut täitma
Worauf es ankommt

Vertragsentwurf, AGB, Kauf-, Miet-, Arbeits- oder Dienstleistungsvertrag: hier sollte „Vertrag“ fast immer leping heißen. Kokkulepe passt nur, wenn die Einigung breiter oder weniger bindend gemeint ist.

Was die Maschine übersieht

Maschinell wird „Vertrag“ oft zu kokkulepe verallgemeinert. Das klingt wie eine bloße Einigung und schwächt im Vertragsentwurf die Bindung, die leping gerade tragen soll.

Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.