Vertrag
ხელშეკრულება nur, wenn die Vereinbarung rechtlich bindet und Pflichten auslöst, sonst eher შეთანხმება. Entscheidend ist, ob der Text einklagbare Rechte begründen soll.
Deutsch verwendet „Vertrag“ sehr breit, vom einfachen Austausch bis zum notariellen Dokument. Georgisch trennt genauer zwischen ხელშეკრულება als bindender vertraglicher Regelung und შეთანხმება als bloßer Einigung. გარიგება liegt noch abstrakter auf der Ebene des Rechtsgeschäfts. Wer „Vertrag“ zu weich mit შეთანხმება wiedergibt, nimmt einer Klausel genau die Verbindlichkeit, auf die sie gebaut ist.
„einen Vertrag schließen“ heißt ხელშეკრულების დადება, nicht wörtlich „einen Vertrag schließen“.
Eine bloße Vereinbarung ist nicht automatisch eine ხელშეკრულება; bei weicher Einigung kann შეთანხმება richtiger sein.
გარიგება nicht als bequeme Standardlösung für jeden Vertrag nehmen, wenn der konkrete Vertragstyp gemeint ist.
Vertragsklausel, Anspruchsschreiben, Vergleichsentwurf: hier trägt das Wort die Bindung. Steht შეთანხმება, obwohl ხელშეკრულება gemeint ist, klingt die Pflichtengrundlage zu weich. Für Absichtserklärungen oder organisatorische Absprachen kann genau diese weichere Lösung aber passen.
Bei Vertrag greift die Maschine gern zu შეთანხმება, weil es wie Vereinbarung klingt. Aus einer bindenden Anspruchsgrundlage wird dann eine allgemeine Einigung. In einer Vertragsklausel verschiebt das die Rechtsfolge, weil gerade ხელშეკრულება die einklagbare Bindung trägt.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.