Vertrag
σύμβαση, wenn ein Vertrag rechtlich binden und durchsetzbar sein soll. συμφωνία bleibt breiter, συμφωνητικό bezeichnet eher das Vertragsdokument.
Deutsch verwendet „Vertrag“ sehr breit, vom kurzen Handschlag bis zur notariellen Urkunde. Griechisch trennt stärker zwischen der bindenden σύμβαση, der allgemeinen συμφωνία und dem συμφωνητικό als Dokument. In Vertragsklauseln trägt σύμβαση die rechtliche Bindung; συμφωνία kann passen, wenn der Text die Verständigung betont. Wer pauschal συμφωνία schreibt, macht einen einklagbaren Vertrag schnell weicher, als er im deutschen Ausgangstext gemeint ist.
„Einen Vertrag abschließen“ heißt συνάπτω σύμβαση oder σύναψη σύμβασης, nicht wörtlich κλείνω σύμβαση.
„Vertragsverletzung“ ist παράβαση σύμβασης oder παραβίαση σύμβασης, nicht bloß παράβαση συμφωνίας, wenn ein bindender Vertrag gemeint ist.
Συμφωνητικό ist oft das Papier, nicht jede vertragliche Bindung als Rechtsverhältnis.
Vertragsklauseln, AGB, Kündigungen und Haftungsregeln verlangen sichtbare Bindung. Steht συμφωνία, wo σύμβαση gemeint ist, klingt der Text nach bloßer Einigung. Nur wenn das Papier selbst oder eine informellere Verständigung im Vordergrund steht, kommen συμφωνητικό oder συμφωνία nach vorn.
Wörtlich liegt bei „Vertrag“ schnell συμφωνία nahe, weil es wie Vereinbarung aussieht. Damit rutscht die einklagbare σύμβαση in Richtung allgemeine Verständigung. In AGB, Kündigung oder Haftungsklausel trägt aber gerade σύμβαση die rechtliche Bindung.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.