Anspruch
Nimm „청구권“, wenn ein rechtlicher Anspruch gemeint ist, also das Recht, von einer anderen Person ein Tun, Unterlassen oder Zahlen zu verlangen. „요구“ ist nur eine Forderung im Alltag und rechtlich zu ungenau.
Der deutsche „Anspruch“ ist nicht einfach nur ein Wunsch oder eine Forderung. Er meint im juristischen Sinn ein subjektives Recht gegen eine andere Person. Koreanisch bildet diesen Kern mit 청구권 ab: 청구 ist das Verlangen, 권 ist das Recht.
„Ich habe einen Anspruch“ heißt rechtlich 청구권이 있다, nicht nur 요구가 있다.
청구 allein kann die Handlung des Verlangens meinen; 청구권 benennt das Recht dahinter.
권리 ist zu breit, wenn es um einen konkreten Anspruch gegen eine bestimmte Person geht.
Anspruchsgrundlagen, Fristen, Verjährung und Klageanträge hängen an 청구권. 권리 oder 요구 kann verdecken, dass es um ein konkret durchsetzbares Recht gegen einen Schuldner geht. Gerade im Prozess muss das Recht selbst von seiner Geltendmachung getrennt bleiben.
Wörtlich landet „Anspruch“ schnell bei 요구 oder 권리. Das klingt nach Forderung oder allgemeinem Recht, aber nicht nach 청구권 als durchsetzbarem Anspruch gegen eine bestimmte Person.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.