Verzug
„Zakašnjenje“ für Verzug bei verspäteter Leistung. Bei Geldforderungen stehen oft „zatezne kamate“ im Vordergrund.
„Verzug“ ist mehr als bloßes Zuspätkommen. Im Recht löst er Folgen aus, etwa Verzugszinsen, Ersatz des Verzugsschadens oder weitere Rechte des Gläubigers. Kroatisch arbeitet mit „zakašnjenje“, bei Geldschulden sehr oft mit „zatezne kamate“. Der Begriff muss also von seiner Folge getrennt bleiben.
„Verzug“ nicht nur mit „kašnjenje“ im Alltagssinn übersetzen, wenn Rechtsfolgen gemeint sind.
„Zatezne kamate“ sind Verzugszinsen, nicht der Verzug.
Schuldnerverzug und Gläubigerverzug getrennt halten.
Eine Mahnung, eine Zahlungsklausel, eine Klage auf Verzugszinsen: „zakašnjenje“ markiert die verspätete Leistung. Erst bei der Geldfolge kommt „zatezne kamate“ dazu.
Automatisch wird „Verzug“ oft auf „kašnjenje“ verflacht oder direkt mit Verzugszinsen vermischt. Dann verschwimmt, ob der Verzug selbst oder nur seine Geldfolge gemeint ist.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.