Grundstück
Nimm prédio für das Grundstück als rechtlichen Begriff der unbeweglichen Sache, terreno für das unbebaute Gelände im Alltag und imóvel als weiten Oberbegriff für Immobilien. Im Zweifel entscheidet, ob der juristische Begriff der Liegenschaft gemeint ist oder das bloße Stück Land.
Grundstück bezeichnet im deutschen Recht die abgegrenzte, im Grundbuch geführte Fläche, mit oder ohne Bebauung. Das portugiesische Recht führt dafür den prédio als Begriff der unbeweglichen Sache und unterscheidet prédio rústico und prédio urbano. Heikel ist, dass prédio in der Umgangssprache meist das Wohngebäude meint, während der Rechtsbegriff die Liegenschaft selbst erfasst. Terreno ist das Gelände im Alltag, imóvel der weite Oberbegriff. Wer Grundstück mit terreno übersetzt, wählt das Alltagswort und verfehlt den Registerbegriff, an den Eigentum, Belastungen und Grenzen anknüpfen.
Grundstück im Rechtssinn ist prédio, nicht terreno; terreno ist das Gelände im Alltag, nicht die im Register geführte Liegenschaft.
Prédio heißt umgangssprachlich oft Wohngebäude; im juristischen Text ist die unbewegliche Sache gemeint, rústico wie urbano.
Imóvel ist der weite Oberbegriff für Immobilien und ersetzt nicht den genauen Begriff prédio, wenn die einzelne Liegenschaft gemeint ist.
Geht es um eine Grundbucheintragung, den Verkauf einer Liegenschaft oder einen Grenzstreit, dann trägt prédio die Aussage über die unbewegliche Sache, an der Rechte bestehen. Steht terreno, klingt es nach bloßem Gelände und verliert den Registerbezug. Für die beiläufige Rede vom Stück Land mag terreno passen; sobald Eintragung, Belastung oder Grenze zählen, verlangt der Text prédio.
Bei „Grundstück“ greift die automatische Übersetzung gern zu terreno, dem geläufigen Wort für ein Stück Land, und der Registerbegriff prédio bleibt liegen. Zusätzlich ist prédio selbst eine Falle, weil es im Alltag das Gebäude meint. Der Satz wirkt stimmig, doch die unbewegliche Sache im rechtlichen Sinn ist entweder zum bloßen Gelände geworden oder mit dem Wohnhaus verwechselt. Die Maschine kennt den Doppelsinn nicht und liefert eine plausible Wahl, deren Ungenauigkeit erst bei Eintragung und Grenzen auffällt.