Vertrag
Nimm „szerződés“, wenn der Vertrag rechtlich binden und durchsetzbar sein soll. „Megállapodás“ bleibt breiter; „egyezség“ passt eher bei Vergleich oder Streitbeilegung.
Deutsch verwendet „Vertrag“ breit, aber im juristischen Ungarisch trägt „szerződés“ die klare Bindung zwischen Parteien. „Megállapodás“ kann ebenfalls rechtlich wirken, klingt aber weiter und weniger technisch. Wer einen einklagbaren Vertrag zu weich als „megállapodás“ übersetzt, nimmt dem Dokument dort Schärfe, wo Pflichten, Haftung und Beendigung gerade festgelegt werden.
„Einen Vertrag schließen“ heißt „szerződést kötni“, nicht wörtlich „bezárni egy szerződést“.
„Vertragspartner“ ist meist „szerződő fél“, nicht einfach „partner“.
„Egyezség“ nicht pauschal für Vertrag verwenden, wenn kein Vergleich oder keine Streiteinigung gemeint ist.
Vertragstext, AGB, Nachtrag oder Vergleich: hier entscheidet die Wortwahl über Bindung und Dokumenttyp. „Szerződés“ hält den Vertrag scharf, „megállapodás“ bleibt weiter, „egyezség“ zieht den Text in Richtung Einigung nach Streit.
Wörtlich wird „Vertrag“ leicht zu „megállapodás“. Das kann in Vertragsdokumenten die einklagbare „szerződés“ zu einer allgemeinen Vereinbarung abschwächen.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.