Fälligkeit
due date für den Zeitpunkt, zu dem die Leistung verlangt werden kann, maturity vor allem bei Darlehen und Anleihen. Im Zweifel entscheidet, ob die Fälligkeit einer Forderung oder das Laufzeitende eines Finanzinstruments gemeint ist.
Fälligkeit bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem der Gläubiger die Leistung verlangen kann, und im Englischen hängt die Wahl am Kontext. Im allgemeinen Schuldrecht passt due date oder das Verb to fall due, im Finanzbereich ist maturity der stehende Begriff für das Fälligwerden von Darlehen und Anleihen. Der Bestand führt Endfälligkeit bereits als maturity, deshalb sollte die laufende Fälligkeit einer einzelnen Forderung besser mit due date übersetzt werden, sonst verschwimmen der Zahlungszeitpunkt und das Laufzeitende eines Finanzinstruments.
Fälligkeit ist nicht Verfall, expiry meint das Erlöschen, due date den Zahlungszeitpunkt.
Maturity gehört in den Finanzkontext, für die Fälligkeit einer gewöhnlichen Forderung besser due date.
Fällig werden heißt to fall due oder to become due, nicht to expire.
Fälligkeit und Verzug trennen, die Fälligkeit ist Voraussetzung, der Verzug die Folge nach Mahnung.
Bestimmt ein Vertrag, wann eine Zahlung fällig wird, entscheidet die Wortwahl über den maßgeblichen Zeitpunkt. Steht maturity, wo eine einfache Forderung fällig wird, klingt es nach dem Laufzeitende einer Anleihe. Grob genügt due date; sobald es um das Fälligwerden eines Darlehens oder einer Anleihe geht, ist maturity der richtige Begriff.
Maschinell wird Fälligkeit oft pauschal zu maturity, dem Wort aus der Finanzwelt, auch wo nur eine gewöhnliche Forderung fällig wird. Damit klingt jede Zahlungsfrist nach dem Laufzeitende einer Anleihe. Wo der Kontext ohnehin ein Darlehen meint, passt das; bei der schlichten Fälligkeit einer Rechnung gehört due date hin.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.