Note
Die Schulnote ist die note, da sind sich beide Sprachen einig. Die persönliche Note aber ist die touche, und der Geldschein das billet.
note deckt viel ab, Schule, Musik, Notiz, sogar die Hotelrechnung und die Duftnote im Parfüm, notes boisées. Genau deshalb lauert die Falle im Übertragenen: die persönliche Note eines Menüs oder einer Wohnung ist keine note personnelle, das wäre eine private Anmerkung, sondern eine touche personnelle, die Handschrift des Hauses. Und der Fünfziger im Portemonnaie ist ein billet, keine note.
„eine persönliche Note verleihen“ heißt apporter une touche personnelle, nicht „une note personnelle“.
die Banknote ist le billet.
die fruchtige Note im Wein ist wieder une note fruitée, hier passt es.
Menükarten, Innenarchitektur, Weinsprache: dort schwebt die touche. Eine note personnelle im Menü-Text liest sich wie eine Randbemerkung des Kochs, une touche personnelle würzt tatsächlich. Bei Zeugnis, Klavierstunde und Duftbeschreibung bleibt note schlicht richtig.
Das Übertragene entgleitet der Automatik: „eine persönliche Note“ wird zur note personnelle, einer privaten Anmerkung. Aus dem Restaurant mit persönlicher Note macht die Übersetzung ein Lokal mit persönlichen Notizen, und die gemeinte Handschrift des Hauses verschwindet.