Forderung

prasījums
Substantiv · Juristisch

Nimm „prasījums“, wenn die Forderung aus Sicht des Gläubigers gemeint ist. „Parāds“ ist die Schuld aus Sicht des Schuldners.

prasījums
Forderung des Gläubigers gegen den Schuldner. Standard bei Abtretung, Aufrechnung, Mahnung und Insolvenz.
kreditora prasījums
Gläubigerforderung. Besonders passend in Insolvenz- und Vollstreckungsnähe.
parāds
Schuld oder offener Betrag aus Schuldnersicht. Gut bei Schuldenstand, aber nicht bei Übertragung einer Forderung.
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Warum

Deutsch kann „Forderung“ und „Schuld“ je nach Perspektive fast spiegelbildlich verwenden. Lettisch zwingt zur Rollenklärung: prasījums gehört dem Gläubiger, parāds belastet den Schuldner. Das ist bei Abtretung, Aufrechnung und Insolvenz nicht nur Stil, sondern Parteilogik.

Typische Fehler

„Forderung abtreten“ heißt cedēt prasījumu oder prasījuma cesija, nicht parādu cedēt, wenn die Gläubigerposition übertragen wird.

„Offene Forderung“ kann neapmaksāts prasījums heißen; parāds passt nur, wenn der offene Betrag als Schuld beschrieben wird.

Prasība nicht verwenden, nur weil die Forderung später eingeklagt werden kann.

Beispiele
Forderung gegen den Schuldner prasījums pret parādnieku
offene Forderung neapmaksāts prasījums
Forderung abtreten cedēt prasījumu
Forderung einziehen piedzīt prasījumu
Gläubigerforderung kreditora prasījums
Worauf es ankommt

Mahnung, Abtretung, Aufrechnung und Insolvenz: die Forderung ist eine Vermögensposition des Gläubigers. Parāds kann die Blickrichtung umdrehen und im Dokument die Parteirollen verschieben.

Was die Maschine übersieht

Bei „Forderung“ liefert die Maschine gern parāds. Dann kippt die Perspektive vom Gläubiger auf den Schuldner, gerade dort, wo die Forderung übertragen oder verrechnet wird.

Ähnliche Begriffe

Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.