Erbfolge
Nimm sucessão für die Erbfolge als Übergang des Nachlasses überhaupt, sucessão legítima für die gesetzliche, durch Testament überwindbare Erbfolge und sucessão testamentária für die gewillkürte. Im Zweifel entscheidet, ob der Nachlass nach Gesetz oder nach Testament übergeht.
Die Erbfolge regelt im deutschen Recht, wer und in welcher Reihenfolge den Nachlass erhält. Das Portugiesische nennt den Übergang sucessão und unterscheidet die Gründe: Die sucessão legítima greift, wenn kein oder kein vollständiges Testament besteht, und ist durch Testament überwindbar; die sucessão testamentária folgt dem Willen des Erblassers. Daneben steht die zwingende sucessão legitimária, die den nächsten Angehörigen die legítima sichert. Wer Erbfolge nur mit einer wörtlichen Wendung wie linha de sucessão übersetzt, klingt nach Thronfolge und verfehlt den erbrechtlichen Begriff.
Erbfolge ist sucessão, nicht „linha de sucessão“; letzteres meint eher die Thron- oder Ämterfolge.
Gesetzliche Erbfolge ist sucessão legítima; sie ist überwindbar, anders als die zwingende sucessão legitimária mit der legítima.
Sucessão meint hier den erbrechtlichen Übergang, nicht die „Sukzession“ im Sinn einer bloßen Abfolge oder Nachfolge im Amt.
Stirbt jemand ohne Testament, bestimmt die sucessão legítima, wer in welcher Reihenfolge erbt, während die sucessão testamentária dem letzten Willen folgt. Steht nur linha de sucessão, klingt es nach Thronfolge und verfehlt das Erbrecht. Solange man allgemein von der Erbfolge redet, genügt sucessão; sobald gesetzliche und gewillkürte Erbfolge zu trennen sind, entscheidet der genaue Begriff.
Sucessão passt für „Erbfolge“ im Grundsatz, doch bei den Unterarten greift die automatische Übersetzung oft daneben und wählt eine wörtliche Wendung wie linha de sucessão, die nach Thronfolge klingt. Der Satz wirkt geläufig, doch der Unterschied zwischen gesetzlicher und gewillkürter Erbfolge verschwindet, oder der Begriff rutscht ins Höfische ab. Die Maschine ordnet „Erbfolge“ nicht sicher dem Erbrecht zu und liefert eine plausible Wahl, deren Fehler erst auffällt, wenn sucessão legítima und testamentária zu trennen sind.