juristische Person
legal entity oder legal person, wenn ein Rechtsträger gemeint ist, der selbst Träger von Rechten und Pflichten ist. Juristic person ist nicht veraltet, sondern regional geprägt und etwa im südafrikanischen Gesellschaftsrecht in Gebrauch. Im Zweifel entscheidet, ob der rechtsfähige Träger im Gegensatz zur natürlichen Person gemeint ist.
Die juristische Person ist ein Rechtsträger, der selbst Träger von Rechten und Pflichten ist, klagen und verklagt werden kann, ohne ein Mensch zu sein, etwa GmbH, AG, Verein oder Stiftung. Im Englischen ist legal entity der geläufigste Begriff, legal person die genauere Entsprechung im Begriffspaar mit natural person. Juristic person wirkt im britischen und amerikanischen Sprachgebrauch fremd, ist aber in anderen Commonwealth-Rechtsordnungen aktiv in Gebrauch. Wer legal personality schreibt, meint die Rechtsfähigkeit als Eigenschaft, nicht den Träger selbst, ein feiner, aber realer Unterschied.
Legal entity ist der Träger, legal personality die Eigenschaft der Rechtsfähigkeit, die beiden nicht vertauschen.
Juristic person ist nicht veraltet, sondern regional geprägt, im britischen und amerikanischen Text bleibt legal entity die sicherere Wahl.
Das Begriffspaar ist legal person und natural person, juristische und natürliche Person.
Nicht jede Gesellschaft ist juristische Person, die Personengesellschaften sind es nicht, seit 2024 ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts aber gesetzlich rechtsfähig.
Bestimmt ein Vertrag, dass eine Partei eine juristische Person sein muss, trägt die Wortwahl den Rechtsträger. Steht legal personality, ist plötzlich die Eigenschaft statt des Trägers gemeint. Grob mag legal entity reichen; sobald das Begriffspaar zur natürlichen Person gebraucht wird, gehört legal person hin.
Für juristische Person wählt ein Übersetzungsprogramm gern juristic person oder juridical person, Formen, die veraltet wirken, oder legal personality, das die Eigenschaft statt des Trägers meint. Der moderne Begriff legal entity bleibt oft ungenutzt. Grob verständlich ist alles davon; in einem Vertragstext wirken die alten Formen aus der Zeit gefallen.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.