Forderung
απαίτηση für die Forderung aus Gläubigersicht. αξίωση wird juristischer, wenn Durchsetzung zählt; χρέος ist die Schuld aus der Gegenperspektive.
Deutsch kann mit „Forderung“ die Gläubigerposition, die verlangte Zahlung oder ein Verlangen allgemein meinen. Griechisch trennt απαίτηση als Forderung des Gläubigers von χρέος als Schuld des Schuldners. Αξίωση wird juristischer, wenn die Durchsetzung im Vordergrund steht. Diese Perspektive ist wichtig, weil ein falsches Wort Gläubiger und Schuldner sprachlich vertauschen kann.
„Offene Forderungen“ sind εκκρεμείς απαιτήσεις oder απαιτήσεις από πελάτες, nicht ανοιχτές αξιώσεις.
Χρέος ist keine neutrale Forderung, sondern die Schuldseite.
Αίτημα ist ein Antrag oder Wunsch, nicht die Forderungsposition in Bilanz, Mahnung oder Insolvenz.
Rechnungen, Insolvenztabellen und Bilanzen sprechen meist für απαίτηση. Anspruchsschreiben und Klagen können αξίωση verlangen. Sobald die Perspektive zwischen Gläubiger und Schuldner zählt, darf χρέος nicht als scheinbar einfache Lösung durchrutschen.
Automatisch kippt „Forderung“ leicht zu χρέος oder αίτημα. Dann wird aus der Gläubigerforderung entweder die Schuldseite oder ein bloßes Begehren. In Bilanz, Mahnung und Insolvenz muss απαίτηση die Vermögensposition des Gläubigers halten.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.