Vereinbarung
Nimm „lihevhatin“, wenn eine Einigung oder Vereinbarung gemeint ist. „Girêbest“ ist stärker vertraglich, „peyman“ eher Abkommen oder Pakt.
„Vereinbarung“ ist im Deutschen weicher als „Vertrag“, kann aber rechtlich trotzdem verbindlich sein. Kurmanji braucht deshalb Kontext: Geht es um ein bindendes Dokument, ist girêbest oft besser. Geht es um Einvernehmen oder eine abgesprochene Lösung, ist lihevhatin natürlicher. Peyman passt, wenn der Text eher ein Abkommen oder eine grundsätzliche Verständigung meint.
Lihevhatin ist nicht automatisch ein formeller Vertrag.
Girêbest kann zu hart sein, wenn nur eine informelle Absprache gemeint ist.
Peyman nicht für jede kleine Vereinbarung verwenden; es kann größer oder feierlicher klingen.
Bei „Vereinbarung treffen“ ist li hev hatin oder lihevhatinek çêkirin natürlicher als eine starre Wort-für-Wort-Übersetzung.
Eine Absprache, ein Vergleichsentwurf, ein Vertragstext: hier entscheidet der Grad der Bindung. Lihevhatin passt für die Einigung selbst; girêbest erst, wenn die Vereinbarung als Vertrag tragen soll.
Die Maschine macht aus „Vereinbarung“ oft automatisch girêbest. Dadurch wird eine einfache Einigung unnötig vertraglich hart, oder umgekehrt geht bei bindender Vereinbarung die Vertragsnähe verloren.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.