Anspruch
Nimm „igény“, wenn ein rechtlicher Anspruch allgemein gemeint ist. „Követelés“ ist enger und passt vor allem bei Zahlungs- oder Leistungsforderung; „jogosultság“ betont die Berechtigung.
Deutsch „Anspruch“ liegt zwischen Recht, Begehren und Forderung. Ungarisch verlangt häufiger eine Entscheidung: „igény“ hält den Anspruch offen, „követelés“ macht ihn zur konkreten Forderung, „jogosultság“ beschreibt eher die Berechtigung. Gerade bei Anspruchsgrundlagen, Klageanträgen und Fristen darf diese Ebene nicht verrutschen.
„Anspruch auf etwas haben“ heißt oft „jogosult valamire“ oder „igénye van valamire“, nicht immer „követelése van“.
„Anspruch geltend machen“ ist „igényt érvényesíteni“, bei konkreten Forderungen auch „követelést érvényesíteni“.
„Jog“ allein kann zu abstrakt sein, wenn ein Anspruch praktisch durchgesetzt wird.
Anspruchsschreiben, Klagebegründung, Schadensfall: zuerst muss klar sein, ob die Rechtsposition, die Forderung oder die Durchsetzung gemeint ist. „Igény“ hält Spielraum, „követelés“ zieht zur konkreten Leistung, „jogosultság“ zur Berechtigung.
Bei „Anspruch“ greift die Maschine oft zu „követelés“ oder „jog“. Dadurch wird ein breiter Anspruch entweder zur Zahlungsforderung verengt oder als bloß abstraktes Recht gelesen.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.