besonders wichtige Einrichtung
essential entity nach der Richtlinie für die höhere der beiden Kategorien; die wörtliche Übertragung als particularly important entity verfehlt den Normbegriff. Sie unterliegt einer schärferen Aufsicht als die wichtige Einrichtung. Im Zweifel entscheidet, welchem Sektor die Einrichtung zugeordnet ist.
Die deutsche Bezeichnung ist eine Steigerungsform, die englische nicht: Wer besonders wichtig wörtlich überträgt, erzeugt eine Abstufung zwischen zwei Adjektiven, während die Richtlinie zwei feststehende Kategorien mit verschiedenen Rechtsfolgen kennt. Der Unterschied liegt vor allem in der Aufsicht, die hier vorausschauend und dort anlassbezogen ausgestaltet ist, sowie im Sanktionsrahmen. Einige Anbieter gelten unabhängig von ihrer Größe als besonders wichtig.
Die beiden Kategorien sind feststehende Begriffe, keine Steigerungsformen desselben Adjektivs.
Der Unterschied betrifft vor allem die Aufsichtsform und den Sanktionsrahmen.
Einige Anbieter gelten unabhängig von der Unternehmensgröße als besonders wichtig.
Particularly important entity ist eine wörtliche Übertragung ohne Halt in der Richtlinie.
Fällt ein Maschinenbauer erstmals unter die Aufsicht, entscheidet die Kategorie über die Pflichtendichte. Steht particularly important entity, findet ein englischsprachiger Berater den Begriff in keinem Rechtstext. Für eine Selbsteinschätzung nachrangig; im Schriftverkehr mit der Behörde führt es zu Rückfragen.
Besonders wichtige Einrichtung wird maschinell zu particularly important entity oder very important entity; die Richtlinie sagt essential entity. Weil die deutsche Fassung wie eine Steigerung klingt, entsteht eine Rangfolge statt zweier Kategorien. Wo die Aufsichtsform genannt ist, klärt es sich; in einer Einstufung wird der Normbegriff unauffindbar.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.