Forderung
Nimm „חוב“, wenn die Forderung als geschuldeter Betrag gemeint ist. „תביעה“ passt bei rechtlicher Geltendmachung, „דרישה“ bei Zahlungsaufforderung und „חייבים“ in der Buchhaltung.
Deutsch kann mit „Forderung“ die Gläubigerposition, die Schuld des Gegners, die Zahlungsaufforderung oder den Bilanzposten meinen. Hebräisch verlangt die Perspektive. חוב ist natürlich, wenn es um den geschuldeten Betrag geht; תביעה wird streitiger und prozessualer; דרישה beschreibt das Verlangen; חייבים ist buchhalterisch.
„Offene Forderungen“ sind buchhalterisch חייבים oder חשבונות חייבים, nicht תביעות פתוחות.
„Forderung gegen den Schuldner“ kann חוב של החייב oder תביעה נגד החייב sein, je nach Blickrichtung.
„Forderung begleichen“ heißt לפרוע חוב oder לשלם חוב, nicht eine תביעה begleichen.
דרישה לתשלום ist eine Zahlungsaufforderung, nicht automatisch der Anspruch selbst.
Mahnung, Insolvenzliste, Bilanz: hier darf die Perspektive nicht kippen. חוב zeigt den geschuldeten Betrag, תביעה die rechtliche Geltendmachung, דרישה die Aufforderung und חייבים den Buchhaltungswert.
Automatisch fällt „Forderung“ oft mit תביעה zusammen. Dann wird aus einer offenen Rechnung sofort ein Streitanspruch, oder aus einem Bilanzposten eine Klageforderung.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.