Expositionsszenario
exposure scenario für die Beschreibung der Bedingungen, unter denen ein Stoff sicher verwendet werden kann; es ist dem Sicherheitsdatenblatt als Anhang beigefügt. Wer davon abweicht, verlässt den abgedeckten Bereich. Im Zweifel entscheidet, ob die tatsächliche Verwendung dem Szenario entspricht.
Das Szenario ist keine Empfehlung, sondern der Rahmen, innerhalb dessen der Lieferant die sichere Verwendung belegt hat. Weicht ein nachgeschalteter Anwender davon ab, muss er dies dem Lieferanten mitteilen oder einen eigenen Stoffsicherheitsbericht erstellen; er kann sich dann nicht mehr auf die Bewertung des Lieferanten stützen. Die Szenarien sind dem Datenblatt als Anhang beigefügt, weshalb dieses in der Praxis erheblichen Umfang erreicht.
Das Szenario beschreibt den abgedeckten Bereich, eine Abweichung verlässt ihn.
Wer abweicht, muss dies mitteilen oder eine eigene Bewertung erstellen.
Die Szenarien sind Anhang des Sicherheitsdatenblatts und Teil der Pflichtinformation.
Use case und application scenario sind keine Begriffe der Verordnung.
Weicht die Verwendung eines Stoffes vom Szenario ab, entfällt die Deckung durch den Lieferanten. Steht nur use case, wirkt das Szenario wie eine Anwendungsbeschreibung. Für eine Prozessdokumentation nachrangig; bei einer Kontrolle fehlt eine eigene Bewertung.
Wörtlich übersetzt wird Expositionsszenario zu exposure scenario, was zutrifft; der Fehler entsteht bei der Einordnung. Als use case oder application scenario wiedergegeben, wirkt es wie eine Beschreibung typischer Anwendungen statt wie die Grenze der Deckung. Wo die Abweichung erwähnt ist, klärt es sich; in einer Prozessbeschreibung wird der Rahmen für unverbindlich gehalten.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.