Wohnungseigentümergemeinschaft
community of apartment owners nach der amtlichen englischen Fassung für die Gemeinschaft, die seit 2020 rechtsfähig ist und selbst klagen und verklagt werden kann. Ansprüche aus dem gemeinschaftlichen Eigentum richten sich gegen sie, nicht gegen die einzelnen Eigentümer. Im Zweifel entscheidet, ob die Gemeinschaft oder ein einzelner Eigentümer Anspruchsgegner ist.
Die Reform von 2020 hat die Gemeinschaft zu einem eigenen Rechtsträger gemacht: Sie kann Verträge schließen, Eigentum erwerben und ist im Prozess Partei. Ansprüche wegen des gemeinschaftlichen Eigentums richten sich seither gegen sie, nicht mehr gegen die Eigentümer einzeln; deren Haftung gegenüber Gläubigern besteht nur anteilig nach dem Miteigentumsanteil, und über das Gemeinschaftsvermögen findet kein Insolvenzverfahren statt. Die amtliche englische Fassung nennt sie Community of Apartment Owners, bildet die Reform selbst aber nicht ab.
Seit 2020 ist die Gemeinschaft rechtsfähig, Ansprüche aus dem gemeinschaftlichen Eigentum richten sich gegen sie.
Die Eigentümer haften Gläubigern nur anteilig nach ihrem Miteigentumsanteil, und über das Gemeinschaftsvermögen findet kein Insolvenzverfahren statt.
Die amtliche englische Fassung liefert den Begriff, steht aber auf dem Stand vor der Reform und spricht noch vom Verwaltungsvermögen.
Homeowners association ist amerikanisch geprägt und bezeichnet eine andere Organisationsform.
Klagt jemand wegen eines Mangels am Gebäude, entscheidet die Rechtsfähigkeit über den richtigen Beklagten. Steht homeowners association, sucht ein amerikanischer Berater eine Vereinsstruktur mit eigener Satzung. Für eine Korrespondenz nachrangig; in einer Klageschrift führt es zur falschen Partei.
Eine automatische Übersetzung gibt Wohnungseigentümergemeinschaft als homeowners association oder owners association wieder, weil beides im Englischen geläufig ist. Damit wandert eine seit 2020 rechtsfähige Gemeinschaft in eine amerikanische Organisationsform mit anderer Struktur. Wo die Rechtsfähigkeit erwähnt ist, klärt es sich; in einer Parteibezeichnung wird falsch zugestellt.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.