Betriebsanweisung

written operating instruction
Substantiv · Juristisch

written operating instruction für die arbeitsplatzbezogene Anweisung des Arbeitgebers an die Beschäftigten; sie ist in verständlicher Form und Sprache bereitzustellen. Davon zu trennen ist das operating manual, also die Betriebsanleitung des Herstellers. Im Zweifel entscheidet, ob das Dokument vom Arbeitgeber oder vom Hersteller stammt.

written operating instruction
die vom Arbeitgeber erstellte, auf den konkreten Arbeitsplatz bezogene schriftliche Anweisung zum sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln oder Gefahrstoffen.
operating manual
die davon zu unterscheidende Betriebsanleitung, die der Hersteller mit dem Produkt mitliefert.
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Warum

Die beiden Dokumente werden regelmäßig verwechselt, stammen aber von verschiedenen Verfassern und verfolgen verschiedene Zwecke: Der Hersteller beschreibt das Produkt, der Arbeitgeber den Umgang damit im eigenen Betrieb. Das Gesetz lässt allerdings zu, dass die mitgelieferte Anleitung an die Stelle der Betriebsanweisung tritt, wenn sie entsprechende Informationen enthält. Beide sind in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache bereitzustellen und bei sicherheitsrelevanten Änderungen zu aktualisieren.

Typische Fehler

Die Betriebsanweisung stammt vom Arbeitgeber, die Betriebsanleitung vom Hersteller.

Die mitgelieferte Anleitung kann die Betriebsanweisung ersetzen, wenn sie entsprechende Informationen enthält.

Bereitzustellen ist sie in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache.

Bei sicherheitsrelevanten Änderungen ist sie zu aktualisieren.

Beispiele
eine Betriebsanweisung erstellen to draw up a written operating instruction
Betriebsanleitung operating manual
Arbeitsmittel work equipment
Gefahrstoff hazardous substance
verständliche Sprache comprehensible language
Aktualisierung updating
Worauf es ankommt

Stellt ein Arbeitgeber eine neue Maschine bereit, genügt die Herstellerunterlage nicht immer. Steht operating manual, wird das Herstellerdokument für die eigene Anweisung gehalten. Für eine Ablage nachrangig; bei einer Prüfung fehlt ein arbeitsplatzbezogenes Dokument.

Was die Maschine übersieht

Für die Betriebsanweisung liefert eine Maschine operating instructions oder work instruction; das erste bezeichnet im technischen Englisch regelmäßig die Herstellerunterlage. Damit verschwimmen zwei Dokumente mit verschiedenen Verfassern und Adressaten. Wo der Arbeitgeber als Verfasser genannt ist, klärt es sich; in einer Dokumentenliste fehlt eines der beiden.

Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.