Betriebskosten
operating costs für die umlagefähigen Kosten des Betriebskostenkatalogs, im britischen Mietkontext service charges. Nicht mit den umgangssprachlichen Nebenkosten gleichsetzen, die weiter greifen. Im Zweifel entscheidet, ob der gesetzliche Katalog oder alles neben der Grundmiete gemeint ist.
Betriebskosten sind die laufenden Kosten, die dem Eigentümer durch das Grundstück entstehen und nach Paragraph 556 BGB auf den Mieter umgelegt werden können, soweit sie im Katalog der Betriebskostenverordnung stehen. Im Englischen ist operating costs die an die Verordnung angelehnte Fassung, service charges die im britischen Mietrecht geläufige. Zu trennen sind die Betriebskosten von den Nebenkosten: Letztere sind der umgangssprachliche Sammelbegriff für alles neben der Grundmiete und decken sich nicht mit dem umlagefähigen Katalog. Wer beides gleich übersetzt, verwischt genau die Grenze, um die im Abrechnungsstreit gestritten wird.
Betriebskosten und Nebenkosten sind nicht dasselbe, nur die katalogisierten Betriebskosten sind umlagefähig, Nebenkosten ist der weitere Alltagsbegriff.
Instandhaltung und Instandsetzung gehören nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten, maintenance and repair costs also nicht als operating costs führen.
Operational costs ist keine gängige Fügung im Mietkontext, operating costs oder service charges verwenden.
Die Nebenkostenabrechnung ist die statement of operating costs oder service charge statement, nicht bill of additional costs.
Rechnet ein Vermieter am Jahresende ab und der Mieter prüft jede Position, hängt an der Wortwahl, welcher Katalog gemeint ist. Erscheint für Betriebskosten und Nebenkosten dasselbe englische Wort, lässt sich nicht mehr erkennen, was umlagefähig war. Für einen groben Kostenüberblick genügt beides; im Abrechnungsstreit trennt erst die genaue Fassung.
Für Betriebskosten und Nebenkosten liefert eine automatische Übersetzung meist dasselbe Wort, obwohl das eine der gesetzliche Umlagekatalog, das andere der Alltagssammelbegriff ist. Die Grenze der Umlagefähigkeit verschwindet. Wo nur von Kosten neben der Miete die Rede ist, trägt es; in einer geprüften Abrechnung fehlt die Unterscheidung, um die gestritten wird.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.