Deckung
cover im britischen und coverage im amerikanischen Sprachgebrauch für den Umfang des Versicherungsschutzes. Nicht mit der Deckungssumme verwechseln, die den Höchstbetrag bezeichnet. Im Zweifel entscheidet, ob der Umfang des Schutzes oder sein Höchstbetrag gemeint ist.
Deckung bezeichnet den Umfang des Versicherungsschutzes: welche Risiken der Vertrag trägt und welche ausgeschlossen sind. Britisch heißt das cover, amerikanisch coverage; beide sind gebräuchlich, aber regional geprägt. Davon zu unterscheiden ist die Deckungssumme, also der Höchstbetrag, für den der Versicherer einsteht, englisch sum insured oder limit of indemnity. Wer beides mit coverage übersetzt, verwischt den Unterschied zwischen der Frage, ob ein Risiko überhaupt getragen wird, und der Frage, bis zu welchem Betrag.
Deckung und Deckungssumme sind verschieden, die eine ist der Umfang, die andere der Höchstbetrag, sum insured oder limit of indemnity.
Cover ist britisch, coverage amerikanisch, die Wahl richtet sich nach dem Leserkreis.
Deckungszusage ist confirmation of cover, keine bindende Leistungszusage im Einzelfall.
Ausschlüsse begrenzen die Deckung, exclusions gehören zur Beschreibung des Umfangs.
Fragt ein Kunde, ob ein bestimmter Schaden übernommen wird, geht es zuerst um den Umfang, nicht um den Betrag. Steht coverage, wo die Deckungssumme gemeint ist, entsteht ein falsches Bild der Grenze. Für eine Auskunft am Telefon nachrangig; in einer Deckungszusage trennt erst die genaue Fassung.
Deckung zerlegt eine Maschine zu cover, coverage oder gleich zu security, das im Finanzkontext eine Sicherheit meint. Zusätzlich verschwimmt die Grenze zur Deckungssumme. Wo Ausschlüsse aufgezählt werden, ordnet der Leser richtig ein; in einer knappen Zusage bleibt offen, ob vom Umfang oder vom Betrag die Rede ist.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.