Rechtsformzusatz
legal form suffix für den Bestandteil der Firma, der die Rechtsform ausweist; er wird in Übersetzungen nicht übersetzt, sondern beibehalten. Eine Wiedergabe als Ltd oder Inc behauptet eine andere Rechtsform. Im Zweifel entscheidet, ob der Name oder die Rechtsnatur erklärt werden soll.
Die Regel gehört zum Handwerk der Rechtsübersetzung und wird gleichwohl ständig verletzt. Die Firma ist der eingetragene Name; der Zusatz ist ihr Bestandteil und weist zugleich auf das anwendbare Recht hin. Wer ihn durch eine fremde Form ersetzt, verfälscht den Namen und behauptet eine Rechtsform mit anderen Haftungs- und Kapitalregeln. Richtig ist, den Zusatz unverändert zu übernehmen und bei der ersten Nennung eine erläuternde Umschreibung in Klammern beizufügen.
Der Zusatz ist Teil des eingetragenen Namens und bleibt unübersetzt.
Eine Wiedergabe als Ltd oder Inc behauptet eine Rechtsform mit anderen Regeln.
Bei der ersten Nennung empfiehlt sich eine erläuternde Umschreibung in Klammern.
Company suffix ist umgangssprachlich, gemeint ist der Rechtsformzusatz als Firmenbestandteil.
Übersetzt jemand eine Firma samt Zusatz, entsteht ein anderes Unternehmen auf dem Papier. Steht Ltd statt GmbH, wird englisches Recht suggeriert. Für eine Werbebroschüre nachrangig; in einem Vertrag ist die falsche Partei benannt.
Den Rechtsformzusatz ersetzt eine Maschine häufig gleich mit: Aus einer GmbH wird eine Ltd oder LLC, aus einer AG eine Inc. Damit wird nicht übersetzt, sondern eine andere Rechtsform behauptet, deren Haftungsregeln nicht gelten. Wo der Zusatz unverändert steht, klärt es sich; im Handelsregister findet sich die übersetzte Firma nicht wieder.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.