Vaterschaftsanfechtung
Nimm contestation of paternity, die Linie der amtlichen BGB-Übersetzung; challenge to paternity liest sich leichter, disestablishment of paternity ist der US-Verfahrensbegriff. Im Zweifel entscheidet, wie förmlich der Text auftritt.
Die Anfechtung beseitigt die rechtliche Vaterschaft mit Wirkung für die Vergangenheit, §§ 1599 ff. BGB. Zum 1. April 2026 ist das Anfechtungsrecht neu geordnet worden: Die Stellung leiblicher Väter wurde gestärkt, der alte, an das Scheidungsverfahren gekoppelte Statuswechsel ist abgeschafft. Übersetzer treffen deshalb jetzt auf Texte nach alter und neuer Rechtslage; die Terminologie bleibt, die Voraussetzungen nicht. Im Englischen trägt contestation of paternity die amtliche Übersetzungslinie des BGB, die US-Praxis kennt disestablishment of paternity als Verfahrensbegriff.
avoidance und rescission gehören zur Anfechtung im Vertragsrecht; avoidance of paternity liest sich wie ein Vertragsstorno.
appeal ist das Rechtsmittel gegen Entscheidungen, nicht die Anfechtung eines Status.
Die Anfechtungsfrist läuft ab Kenntnis der Umstände; time limit und Fristbeginn im Zieltext sauber halten.
Ein Anfechtungsverfahren mit Abstammungsgutachten, Fristenprüfung und Beteiligtenkreis: Der Zieltext braucht das familienrechtliche Register. contestation of paternity setzt es; jede Anleihe beim Vertragsrecht, avoidance oder rescission, zieht das Statusverfahren ins falsche Rechtsgebiet.
Die Maschine importiert die Vertragsrechtsübersetzung und liefert avoidance of paternity oder rescission of paternity; aus dem familienrechtlichen Statusverfahren wird ein Vertragsstorno, und der englische Leser fragt sich, welcher Vertrag hier rückabgewickelt wird.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.