Geschwindigkeitsüberschreitung
speeding für die Geschwindigkeitsüberschreitung, förmlich exceeding the speed limit: Punkt ab einundzwanzig Stundenkilometern zu viel, Regelfahrverbot innerorts ab einunddreißig, außerorts ab einundvierzig; zuvor wird eine Messtoleranz abgezogen. Im Zweifel entscheidet, ob der Verstoß inner- oder außerorts liegt.
Die Geschwindigkeitsüberschreitung ist die häufigste Verkehrsordnungswidrigkeit und folgt einer festen Staffel: Bis zwanzig Stundenkilometer zu viel bleibt es beim Bußgeld, ab einundzwanzig kommt ein Punkt im Fahreignungsregister hinzu, das Regelfahrverbot beginnt innerorts bei einunddreißig und außerorts bei einundvierzig Stundenkilometern. Wer binnen zwölf Monaten zweimal um sechsundzwanzig oder mehr zu schnell fährt, gilt nach § 4 der Bußgeldkatalog-Verordnung als beharrlich und bekommt ebenfalls ein Fahrverbot. Von der gemessenen Geschwindigkeit wird zuvor eine Toleranz abgezogen, drei Stundenkilometer unter hundert, darüber drei Prozent.
Die gemessene ist nicht die vorgeworfene Geschwindigkeit; die Toleranz von drei Stundenkilometern oder drei Prozent wird abgezogen, bevor die Staffel greift.
Das Regelfahrverbot beginnt innerorts bei einunddreißig; die oft genannten sechsundzwanzig betreffen den Wiederholungsfall binnen zwölf Monaten.
speeding ticket ist die anglo-amerikanische Verfahrensform; deutsch folgen Anhörungsbogen und Bußgeldbescheid.
Innerorts und außerorts gelten verschiedene Staffeln; wer nur die Kilometerzahl überträgt, verliert die halbe Information.
Geblitzt wurde der Mietwagen bei Tempo achtzig in der Fünfzigerzone, und der Fahrer aus Dublin rechnet mit einem Strafzettel wie zu Hause. Nach Toleranzabzug bleiben siebenundzwanzig Stundenkilometer zu viel, damit ein Punkt und ein Bußgeld; erst ab einunddreißig käme das Regelfahrverbot dazu.
Geschwindigkeitsüberschreitung übersetzt die Maschine als speeding, korrekt, doch die deutsche Staffel reist nicht mit: Punktgrenze, Fahrverbotsschwellen nach Ortslage und die Wiederholungsregel bleiben unsichtbar. Der Leser aus dem Ticket-System erwartet einen festen Betrag und keine Kaskade aus Punkt, Verbot und Register. Gerechnet wird mit der falschen Folge.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.