Bestechung
giving bribes as an incentive to the recipient violating their official duties, so die amtliche Formel des § 334; das nackte giving bribes ist amtlich die Vorteilsgewährung des § 333. Europäische Texte sagen active bribery. Im Zweifel entscheidet, ob der Text die Pflichtverletzung benennt.
Die Bestechung nach § 334 ist die Geberseite mit Dienstpflichtverletzung: Bestraft wird, wer einem Amtsträger einen Vorteil dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass dieser eine Diensthandlung pflichtwidrig vorgenommen hat oder vornehmen wird. Auch hier trennt die amtliche Fassung über die Formel, nicht über das Wort: giving bribes allein bezeichnet die Vorteilsgewährung des § 333, der Zusatz as an incentive to the recipient violating their official duties hebt auf den § 334. Der deutsche Alltag nennt jede Schmiererei Bestechung; der Tatbestand verlangt Amtsträger und Pflichtwidrigkeit.
bribery allein nivelliert vier Tatbestände; wer die Anklage übersetzt, führt Paragraf und Seite mit.
Die Klimapflege ohne Pflichtverstoß ist Vorteilsgewährung nach § 333; auch sie heißt amtlich giving bribes, erst die Formel macht daraus den schweren Vorwurf.
Bestechung im geschäftlichen Verkehr läuft über § 299 ohne Amtsträger; ein eigener Tatbestand, kein Unterfall.
to bribe someone taugt als Verb der Erzählung; in Anklage und Urteil führt der Tatbestand die volle amtliche Formel.
Für den Zuschlag beim Straßenbauprojekt floss Geld an den Entscheider, und die Konzernzentrale des Bauunternehmens verlangt den Sachstand auf Englisch. Steht corruption, klingt es nach einem Kapitel im Lagebericht statt nach einem Tatvorwurf gegen den Niederlassungsleiter. Für die Compliance-Statistik nachrangig; in der Selbstanzeige an die Behörde zählt der exakte Tatbestand.
Bestechung wirft eine Maschine mit Bestechlichkeit, Vorteilsgewährung und Vorteilsannahme in denselben Topf bribery, denn ihr Englisch kennt nur das eine Wort. Vier Paragrafen mit zwei Achsen, Seite und Pflichtverstoß, werden eine Fläche. Welche Strafdrohung im Raum steht, kann der Leser dem Einheitswort nicht mehr entnehmen.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.