Regelaltersgrenze
standard retirement age für die Regelaltersgrenze, im Systemvergleich statutory pension age: das Alter für die abschlagsfreie Altersrente, stufenweise angehoben auf siebenundsechzig Jahre für den Jahrgang 1964 und alle danach. Wer früher geht, trägt dauerhafte Abschläge. Im Zweifel entscheidet, welcher Geburtsjahrgang betroffen ist.
Die Regelaltersgrenze ist das Alter, ab dem die Altersrente ohne Abschläge bezogen werden kann, und sie steigt seit 2012 stufenweise: Für Jahrgang 1964 und alle danach liegt sie bei siebenundsechzig Jahren, erreicht erstmals 2031; ältere Jahrgänge liegen dazwischen, etwa 1960 bei sechsundsechzig Jahren und vier Monaten. Früher gehen kostet Abschläge, länger arbeiten bringt Zuschläge. Eine Rentenkommission hat 2026 empfohlen, die Grenze künftig an die Lebenserwartung zu koppeln, geltendes Recht ist das nicht. Der englische state pension age folgt einem eigenen Zeitplan.
Die Grenze gilt nicht einheitlich; sie hängt am Geburtsjahrgang, weshalb pauschale Altersangaben für ältere Jahrgänge falsch sind.
Regelaltersgrenze und Renteneintritt fallen auseinander; niemand muss mit Erreichen der Grenze aufhören zu arbeiten.
retirement age wird im angloamerikanischen Raum oft arbeitsrechtlich verstanden; hier geht es allein um den abschlagsfreien Rentenzugang.
Die diskutierte Kopplung an die Lebenserwartung ist eine Empfehlung, kein geltendes Recht; wer sie als beschlossen darstellt, berichtet Zukünftiges als Rechtslage.
Geboren ist der Mandant 1960, und sein Steuerberater in Wien rechnet mit siebenundsechzig als fester Grenze. Für diesen Jahrgang liegt sie bei sechsundsechzig Jahren und vier Monaten; die vollen siebenundsechzig gelten erst ab Jahrgang 1964, und dazwischen steigt sie monatsweise.
Regelaltersgrenze wird maschinell zur retirement age, einem Begriff, der im Englischen häufig arbeitsrechtlich klingt und ein Ende der Beschäftigung nahelegt. Gemeint ist allein der abschlagsfreie Rentenzugang, und der hängt am Geburtsjahrgang. Unterstellt wird eine feste Zahl, wo eine Staffel gilt.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.