Steuer-Identifikationsnummer
tax identification number für die Steuer-Identifikationsnummer, kurz tax ID: die elfstellige, lebenslange Kennung jeder gemeldeten Person, vergeben vom Bundeszentralamt für Steuern. Zu trennen von der Steuernummer des Finanzamts und der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Im Zweifel entscheidet, welche der drei Nummern gemeint ist.
Die Steuer-Identifikationsnummer ist die lebenslange Kennung jeder in Deutschland gemeldeten Person, elfstellig, vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben, meist kurz nach der Geburt oder der ersten Anmeldung. Sie bleibt unverändert bei Umzug, Heirat oder Finanzamtswechsel und begleitet Lohnabrechnung, Kindergeld und Bankmeldungen. Davon zu trennen sind die Steuernummer, die das Finanzamt für ein konkretes Steuerverhältnis vergibt und die sich beim Umzug ändern kann, sowie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für den EU-Warenverkehr. Drei Nummern, drei Funktionen, im Englischen alle als tax number verkürzbar.
Die Steuer-Identifikationsnummer ändert sich nie, die Steuernummer schon; wer beide als tax number übersetzt, macht aus zwei Kennungen eine.
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist eine dritte Nummer für den EU-Warenverkehr; sie ersetzt keine der beiden anderen.
Die amerikanische Social Security Number dient auch der Identifikation, hat aber Sozialversicherungsfunktion; als Übersetzung führt sie in die Irre.
Ohne die Nummer zieht der Arbeitgeber nach ungünstigster Steuerklasse ab; wer sie als reine Formalie behandelt, zahlt vorübergehend deutlich mehr.
Verwechselt hat die Personalabteilung Steuernummer und Identifikationsnummer, und die neue Kollegin aus Lyon reicht das falsche Dokument ein. Ohne die elfstellige Kennung läuft der Lohnsteuerabzug nach der ungünstigsten Klasse; das Geld kommt zwar später zurück, fehlt aber Monat für Monat im Budget.
Steuer-Identifikationsnummer schrumpft maschinell zur tax number, und drei verschiedene Kennungen fallen in ein Wort: die lebenslange Kennung der Person, die veränderliche des Finanzamts und die europäische für den Warenverkehr. Eingereicht wird dann die falsche, und der Abzug startet nach dem ungünstigsten Merkmal.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.