Widerrufsfrist

withdrawal period
Substantiv · Juristisch

withdrawal period für die Frist von vierzehn Tagen, deren Beginn vom Vertragstyp abhängt. Ohne ordnungsgemäße Belehrung verlängert sie sich bis zu einer gesetzlichen Höchstfrist. Im Zweifel entscheidet, wann die Ware zugegangen oder der Vertrag geschlossen wurde.

Wann welche Übersetzung
withdrawal period – die Frist von vierzehn Tagen, binnen deren der Verbraucher widerrufen kann, gerechnet je nach Vertragstyp ab Vertragsschluss oder ab Erhalt der Ware.
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Warum

Der Fristbeginn unterscheidet sich nach Vertragstyp: Bei Warenlieferungen läuft die Frist ab Erhalt der Ware, bei Dienstleistungen ab Vertragsschluss; bei Teillieferungen kommt es auf die letzte Teilsendung an. Wurde nicht ordnungsgemäß belehrt, beginnt die Frist nicht, endet aber nicht unbegrenzt: Das Gesetz sieht eine Höchstfrist von zwölf Monaten und vierzehn Tagen nach Vertragsschluss vor. Ein zeitlich unbegrenztes Widerrufsrecht gibt es damit nicht mehr.

Typische Fehler

Der Fristbeginn hängt vom Vertragstyp ab, bei Waren zählt der Erhalt, bei Dienstleistungen der Vertragsschluss.

Bei Teillieferungen ist die letzte Teilsendung maßgeblich.

Ohne ordnungsgemäße Belehrung läuft die Frist nicht an, endet aber mit der gesetzlichen Höchstfrist.

Cooling-off period ist umgangssprachlich und bezeichnet daneben andere Bedenkzeiten.

Beispiele
die Widerrufsfrist wahren to comply with the withdrawal period
Fristbeginn start of the period
Erhalt der Ware receipt of the goods
Höchstfrist maximum period
rechtzeitige Absendung dispatch in due time
Worauf es ankommt

Erhält ein Kunde die Ware ohne ordnungsgemäße Belehrung, bleibt der Widerruf lange möglich. Steht cooling-off period, rechnet der Händler mit einer starren Frist ab Bestellung. Für eine Prozessbeschreibung nachrangig; in der Rückstellungsrechnung fehlt ein Risiko über Monate.

Was die Maschine übersieht

Weil Widerrufsfrist nach einer Bedenkzeit klingt, gibt eine Maschine sie als cooling-off period wieder; der Ausdruck ist gebräuchlich, aber unscharf und bezeichnet auch andere Bedenkzeiten. Dass der Fristbeginn vom Vertragstyp abhängt, trägt er nicht. Wo der Fristbeginn genannt ist, klärt es sich; in einer Kundeninformation entsteht eine falsche Berechnung.

Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.