Aufenthaltsbestimmungsrecht
Nimm right to determine the child’s residence, voll ausgeschrieben; right to determine residence trägt im laufenden Text, sobald das Kind eingeführt ist. Im Zweifel entscheidet die Verwechslungsgefahr mit dem Aufenthaltsrecht der Ausländerbehörde.
Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist der Teil der Personensorge, der über den Wohnort des Kindes entscheidet; es kann isoliert auf einen Elternteil übertragen werden und wird vor Umzügen und in Entführungsfällen zum Zentrum des Streits. Im Haager Entführungsrecht gehört das Recht, den Aufenthalt des Kindes zu bestimmen, ausdrücklich zu den rights of custody; diese Konventionssprache hat in einschlägigen Verfahren Vorrang. Englische Gerichte regeln die Frage über die child arrangements order, die festlegt, bei wem das Kind lebt.
right of residence ist der ausländerrechtliche Aufenthaltstitel; ein Wortdreher, ein Rechtsgebiet daneben.
residence determination right ist Kompositum-Kalk.
Im Haager Entführungsrecht zählt das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu den rights of custody; die Konventionssprache hat dort Vorrang vor freier Übersetzung.
Der Eilantrag nach angekündigtem Umzug ins Ausland dreht sich um ein einziges Recht: wer den Aufenthalt des Kindes bestimmt. Die volle Formel right to determine the child’s residence hält den Gegenstand fest; jede Verkürzung Richtung right of residence schiebt den Fall ins Ausländerrecht.
Automatisch wird daraus right of residence, der Aufenthaltstitel aus dem Migrationsrecht; im Sorgerechtsbeschluss steht dann Ausländerrecht, und die elterliche Befugnis, über den Wohnort des Kindes zu entscheiden, ist aus dem Text verschwunden.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.