Einkommensteuer
income tax für die Einkommensteuer, förmlich personal income tax: die progressive Steuer auf das Einkommen natürlicher Personen aus sieben Einkunftsarten, mit Grundfreibetrag, Spitzensteuersatz und dem Ehegattensplitting als deutscher Besonderheit. Im Zweifel entscheidet, ob die Veranlagung oder der Lohnsteuerabzug gemeint ist.
Die Einkommensteuer erfasst das zu versteuernde Einkommen natürlicher Personen aus sieben Einkunftsarten und läuft über einen progressiven Tarif: Bis zum Grundfreibetrag bleibt alles steuerfrei, danach steigt der Satz stufenlos bis zum Spitzensteuersatz, oberhalb einer weiteren Schwelle folgt die Reichensteuer. Die deutsche Besonderheit ist das Ehegattensplitting, bei dem das gemeinsame Einkommen halbiert, besteuert und verdoppelt wird, was bei ungleichen Einkommen erheblich entlastet. Angloamerikanische Systeme kennen die gemeinsame Veranlagung ebenfalls, aber mit anderer Rechenmethode und anderen Wirkungen.
corporate income tax betrifft Unternehmen; wer nur income tax schreibt, lässt offen, welche Ebene gemeint ist.
Das Ehegattensplitting ist keine bloße Zusammenveranlagung; die Halbierungs- und Verdopplungsmechanik hat kein direktes Gegenstück und braucht eine Erklärung.
Der Spitzensteuersatz greift nicht auf das gesamte Einkommen, sondern nur auf den übersteigenden Teil; wer top rate ohne Hinweis überträgt, weckt falsche Erwartungen.
Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag kommen obendrauf; wer sie in den Steuersatz einrechnet, vergleicht mit fremden Systemen falsch.
Veranlagt werden erstmals beide Ehepartner gemeinsam, und der Zugezogene aus Denver erwartet dieselbe Wirkung wie beim gemeinsamen Formular zu Hause. Das Splitting rechnet anders und entlastet vor allem bei ungleichen Einkommen erheblich; wer die Wahl der Veranlagungsart übersieht, verschenkt oft vierstellige Beträge.
Einkommensteuer trifft als income tax den Begriff, transportiert aber die deutsche Tarifarchitektur nicht mit: stufenloser Anstieg statt fester Stufen, dazu Splitting, Soli und Kirchensteuer als eigene Ebenen. Der Leser rechnet mit Bracket-Logik und kommt auf falsche Belastungen. Der Vergleich läuft über Sätze, die verschieden konstruiert sind.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.