Lohnsteuer
wage tax für die Lohnsteuer, erklärend income tax withheld at source: keine eigene Steuerart, sondern die Erhebungsform der Einkommensteuer beim Arbeitnehmer, monatlich nach Steuerklasse einbehalten und abgeführt. Der Abzug ist Vorauszahlung, die Erklärung korrigiert ihn. Im Zweifel entscheidet, ob Steuerart oder Abzugsverfahren gemeint ist.
Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuerart, sondern die Erhebungsform der Einkommensteuer bei Arbeitnehmern: Der Arbeitgeber berechnet sie monatlich nach der Steuerklasse, behält sie ein und führt sie ans Finanzamt ab, zusammen mit Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Weil der Abzug nur eine Vorauszahlung ist, korrigiert die Einkommensteuererklärung ihn im Nachhinein, weshalb viele Arbeitnehmer eine Erstattung bekommen. Das britische PAYE-System zieht ebenfalls an der Quelle ab, gleicht aber laufend aus, sodass Erklärungen dort seltener nötig sind; wer income tax übersetzt, verliert die Abzugsform.
income tax allein verwischt den Unterschied; die Lohnsteuer ist die Abzugsform, nicht die Steuer selbst.
payroll tax bezeichnet im US-Sprachraum die Sozialabgaben; wer die Lohnsteuer so nennt, verschiebt sie in ein anderes System.
Die Steuerklasse steuert den Abzug, nicht den Tarif; wer sie als tax bracket übersetzt, verwechselt Abzugsmerkmal und Progressionsstufe.
Der Abzug ist keine endgültige Belastung; wer final tax schreibt, unterschlägt die Erstattungsmöglichkeit über die Erklärung.
Einbehalten wird jeden Monat ein Betrag, den der Kollege aus Manchester für endgültig hält, so kennt er es aus dem PAYE-System. Deutsch ist der Abzug nur vorläufig; erst die Erklärung rechnet ab, und bei schwankendem Einkommen oder Werbungskosten fließt regelmäßig Geld zurück.
Lohnsteuer glättet die Maschine zu income tax, und die deutsche Zweistufigkeit aus monatlichem Einbehalt und späterer Veranlagung verschwindet. Der Leser hält die Summe auf der Abrechnung für endgültig und verzichtet auf die Veranlagung. Zurück bleibt eine Erstattung, die nie beantragt wird.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.