Notarvertrag
notarially recorded contract für den Notarvertrag, knapp notarial deed: Beim Grundstück verlangt § 311b die notarielle Beurkundung, ohne sie ist der Vertrag nichtig; der Notar ist neutraler Amtsträger und belehrt beide Seiten. Kein bloßes notarizing der Unterschrift. Im Zweifel entscheidet, ob Beurkundung oder Beglaubigung gemeint ist.
Der notarielle Kaufvertrag ist beim Grundstück keine Formalie, sondern Wirksamkeitsvoraussetzung: Nach § 311b bedarf die Verpflichtung zur Eigentumsübertragung der notariellen Beurkundung, und ein formlos geschlossener Vertrag ist nichtig, geheilt erst durch Auflassung und Eintragung. Auch Nebenabreden gehören in die Urkunde, sonst reißen sie den ganzen Vertrag mit. Der Notar ist neutraler Amtsträger, belehrt beide Seiten und verliest den Text vollständig; Verbrauchern soll der Entwurf zwei Wochen vorher vorliegen. Das Common Law kennt diese Rolle nicht, dort begleitet je ein eigener Anwalt seine Partei.
Der US-Notary Public beglaubigt nur Unterschriften; der deutsche Notar prüft, gestaltet und belehrt, das sind verschiedene Berufe.
Beurkundung und Beglaubigung trennen: recording erfasst den Inhalt, certification nur die Echtheit einer Unterschrift.
Nebenabreden außerhalb der Urkunde machen den ganzen Vertrag nichtig; side letter accepted wäre gefährlich falsch.
Der Notar vertritt keine Partei; wer ihn als lawyer für den Käufer übersetzt, erfindet eine Parteilichkeit, die das Amt verbietet.
Vorgelesen wird die Urkunde vollständig, was die Käuferin aus Dublin für Zeitverschwendung hält, sie habe den Text ja gelesen. Das Verlesen ist Wirksamkeitsvoraussetzung und zugleich der Moment, in dem Fragen wirklich gestellt werden; wer den Termin abkürzt, riskiert die Wirksamkeit der ganzen Urkunde.
Notarvertrag wird maschinell zu notarized contract, und schon steht das amerikanische Bild im Raum, in dem ein Notary Public eine Unterschrift abstempelt. Die deutsche Beurkundung erfasst den ganzen Inhalt, mit Prüfung, Belehrung und Verlesung, und ohne sie ist der Grundstückskauf nichtig. Die Käuferin plant für einen Stempeltermin, was ein Beratungsakt ist.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.