ortsübliche Vergleichsmiete
reference rent customary in the locality nach der amtlichen Fassung des § 558; gebildet aus den Entgelten der letzten vier Jahre für vergleichbaren Wohnraum, nicht aus Neuvertragsmieten. market rent wäre die falsche Welt; verbreitet local comparative rent. Im Zweifel entscheidet, ob Bestand oder Markt den Maßstab stellt.
Die ortsübliche Vergleichsmiete ist der zentrale Maßstab des Bestandsmietrechts: § 558 bildet sie aus den Entgelten, die in den letzten vier Jahren in der Gemeinde für vergleichbaren Wohnraum vereinbart oder geändert wurden; Neuvertragsspitzen fließen nur verdünnt ein. Nachgewiesen wird sie über Mietspiegel, amtlich list of representative rents, Sachverständigengutachten oder Vergleichswohnungen. Wer market rent schreibt, tauscht das System aus: Der Markt bepreist die Neuvermietung, die Vergleichsmiete konserviert den Bestand, genau dieser Abstand ist die Schutzidee. Auch bei der Mietpreisbremse ist sie der Referenzpunkt der zehn Prozent.
market rent ist die erzielbare Neuvermietungsmiete; die Vergleichsmiete blickt vier Jahre zurück in den Bestand.
average rent verkürzt: Es gilt eine Spanne vergleichbarer Wohnungen, kein arithmetisches Stadtmittel.
fair rent trägt britische Altregulierung im Gepäck; ein anderes System mit anderem Verfahren.
Der Mietspiegel heißt amtlich list of representative rents, verbreitet rent index; wer index schreibt, erkläre dazu, dass keine Preisindexierung gemeint ist.
Elf Euro laut Mietspiegel, dreizehn verlangt das Erhöhungsschreiben, und die Investorin aus Dublin fragt, warum nicht gleich die vierzehn aus den Portalanzeigen gelten. Steht market rent im Memo, kalkuliert sie mit der falschen Zahl. Für die Renditefolie nachrangig; im Zustimmungsstreit zählt allein der Vierjahresmaßstab.
Ortsübliche Vergleichsmiete wird maschinell zur local market rent geglättet, und damit kippt der Maßstab vom regulierten Bestand zur freien Neuvermietung. Zehn bis zwanzig Prozent Unterschied je Stadt sind keine Nuance, sondern der ganze Streitwert. Die Kalkulation des Investors beruht dann auf einer Zahl, die das Gesetz gerade ausschließt.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.