Betriebskostenabrechnung
statement of operating costs für die Betriebskostenabrechnung des § 556: Der Vermieter rechnet die Vorauszahlungen binnen zwölf Monaten nach Periodenende ab, sonst sind Nachforderungen ausgeschlossen; der Mieter hat danach zwölf Monate für Einwendungen. service charge statement ist die britische Nachbarfügung. Im Zweifel entscheidet, ob die Ausschlussfristen mitgehen.
Die Betriebskostenabrechnung ist fristenbewehrte Pflicht: § 556 verlangt die Abrechnung der Vorauszahlungen binnen zwölf Monaten nach dem Abrechnungszeitraum; versäumt der Vermieter die Frist, sind Nachforderungen ausgeschlossen, das Guthaben des Mieters bleibt geschuldet. Spiegelbildlich muss der Mieter Einwendungen binnen zwölf Monaten nach Zugang erheben. Umgelegt werden nur die Kostenarten des Betriebskostenkatalogs; utilities deckt davon nur die Verbrauchsspitze, service charges kennt weder Katalog noch Ausschluss. Wer die Fristen nicht mitübersetzt, macht aus einem scharfen Schwert eine Serviceinformation.
utilities bill meint Strom, Wasser, Gas beim Versorger; die Abrechnung umfasst den ganzen Katalog von Grundsteuer bis Hausreinigung.
ancillary costs ist verbreitetes Behelfsenglisch für Nebenkosten; verständlich, aber der Gesetzesbegriff lautet operating costs.
Umlagefähig heißt apportionable: Verwaltungskosten und Instandhaltung des Vermieters gehören nicht hinein; wer alles überträgt, legalisiert die Fehlbuchung sprachlich.
reconciliation klingt nach Buchhaltungsroutine; die Abrechnung ist Anspruchsgrundlage mit Ausschlussfrist auf beiden Seiten.
Vierhundert Euro Nachzahlung, vierzehn Kostenzeilen, und der kanadische Mieter will wissen, ob er das prüfen lassen kann oder einfach zahlen muss. Steht final utility bill, überweist er und verschenkt die Einwendungsfrist. Für die Ablage nachrangig; im Antwortschreiben entscheidet der Fristenhinweis über bares Geld.
Betriebskostenabrechnung landet maschinell bei utility bill oder operating cost report, und beide Fassungen entkernen das Dokument: Weg sind Katalogbindung, Ausschlussfrist des Vermieters und Einwendungsfrist des Mieters. Übrig bleibt eine Rechnung, die man bezahlt oder abheftet. Der Mieter merkt erst nach Fristablauf, dass er ein Prüfungsrecht hatte.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.