Kontoauszug
bank statement für den Kontoauszug, im Onlinebanking auch account statement: die Aufstellung der Buchungen mit Saldo, in Deutschland gängiger Zahlungs- und Einkommensnachweis gegenüber Behörden, Vermietern und Gerichten. transaction history ist die Bildschirmansicht. Im Zweifel entscheidet, ob amtlicher Nachweis oder Übersicht gemeint ist.
Der Kontoauszug dokumentiert Bewegungen und Saldo eines Kontos und ist in Deutschland ein Beweismittel des Alltags: Behörden, Vermieter und Gerichte verlangen ihn als Zahlungs- und Einkommensnachweis, Bürgergeld- und Wohngeldstellen oft für mehrere Monate. Der Ausdruck aus dem Onlinebanking genügt meist, für Gerichtsverfahren wird gelegentlich der von der Bank bestätigte Auszug verlangt. Aufzubewahren sind Auszüge für Steuerzwecke mehrere Jahre. Englisch trägt bank statement die periodische Aufstellung, während transaction history eher die Bildschirmansicht meint; für amtliche Zwecke ist der Unterschied nicht bloß sprachlich.
transaction history bezeichnet die Bewegungsliste im Onlinebanking; als amtlicher Nachweis wird sie oft nicht akzeptiert.
receipt ist die Quittung über eine einzelne Zahlung; der Auszug dokumentiert einen Zeitraum.
Behörden verlangen häufig lückenlose Auszüge mehrerer Monate; wer proof of payment übersetzt, verspricht einen Einzelnachweis.
balance ist der Saldo, nicht das Dokument; wer beides gleichsetzt, liefert eine Zahl statt eines Nachweises.
Ausgedruckt werden sollen drei Monate Kontoauszüge für den Wohngeldantrag, und die Antragstellerin aus Dublin schickt Screenshots aus der App. Verlangt wird die lückenlose Aufstellung mit Saldo, oft von der Bank bestätigt; Bildschirmfotos werden in der Regel zurückgewiesen und kosten Bearbeitungszeit.
Kontoauszug wird maschinell zur transaction history, und aus dem Nachweisdokument wird eine Bildschirmliste. Behörden und Gerichte verlangen aber die lückenlose Aufstellung mit Saldo, teils bankbestätigt, was kein Screenshot leistet. Die Antragstellerin reicht ein, was ihr System naheliegt, und bekommt den Antrag zurück.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.