Buchauszug
statement of account für den Anspruch des Vertreters auf eine geordnete Aufstellung aller provisionspflichtigen Geschäfte aus den Büchern des Unternehmers. Er reicht weiter als eine bloße Abrechnung. Im Zweifel entscheidet, ob eine Zusammenstellung aus den Büchern oder eine Abrechnung gemeint ist.
Der Buchauszug ist ein eigenständiger Anspruch neben der Abrechnung: Er verpflichtet den Unternehmer, aus seinen Büchern eine vollständige und geordnete Aufstellung aller provisionspflichtigen Geschäfte zu erteilen, damit der Vertreter seine Ansprüche überhaupt beziffern kann. Praktisch wird er meist im Wege der Stufenklage durchgesetzt, bei der zuerst der Auszug und danach die noch unbezifferte Zahlung verlangt wird. Extract from the books ist beschreibend und in Verträgen ebenfalls anzutreffen.
Der Buchauszug ist mehr als eine Abrechnung, er verlangt eine geordnete Zusammenstellung aus den Büchern.
Durchgesetzt wird er regelmäßig im Wege der Stufenklage, zuerst Auskunft, dann Zahlung.
Book excerpt ist eine wörtliche Übertragung ohne Halt im Vertragsenglisch.
Der Anspruch besteht neben dem auf Abrechnung und dem auf Auskunft, nicht an deren Stelle.
Zweifelt ein Vertreter an der Abrechnung, ist der Buchauszug der Hebel, mit dem er an die Zahlen kommt. Steht nur statement, hält der Unternehmer die übersandte Abrechnung für ausreichend. Für eine Nachfrage nachrangig; im Prozess entscheidet der Anspruch über die Bezifferbarkeit der Forderung.
Buchauszug gibt eine Maschine als book excerpt oder ledger extract wieder, beides ohne Halt im Vertragsenglisch. Dass es sich um einen eigenständigen, einklagbaren Anspruch handelt, trägt keine dieser Fassungen. Wo die Stufenklage erwähnt ist, klärt es sich; in einer Aufforderung wirkt der Anspruch wie eine Bitte um Unterlagen.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.