Rentenpunkte
pension points für die Rentenpunkte, amtlich Entgeltpunkte und damit earnings points: Ein Jahr mit Durchschnittsverdienst ergibt einen Punkt, mehr oder weniger Verdienst entsprechend anteilig; die Summe mal dem aktuellen Rentenwert ergibt die Bruttorente. Im Zweifel entscheidet, ob Punkte oder Beitragsjahre gemeint sind.
Rentenpunkte, amtlich Entgeltpunkte, sind die Währung der deutschen Rente: Wer in einem Jahr genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten verdient, erhält einen Punkt; wer die Hälfte verdient, einen halben, wer doppelt so viel, zwei, begrenzt durch die Beitragsbemessungsgrenze. Für 2026 liegt das vorläufige Durchschnittsentgelt bei knapp 52.000 Euro. Die Summe aller Punkte, multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert, ergibt die monatliche Bruttorente. Punkte lassen sich unter Voraussetzungen auch freiwillig zukaufen. Das englische qualifying year zählt dagegen nur Zeiten, nicht Beträge, und führt zu einer pauschalen Grundrente.
qualifying years des britischen Systems zählen Zeiten, nicht Beträge; ein Punkt hängt dagegen an der Höhe des Verdienstes.
credits im angloamerikanischen Sinn sind Anrechnungseinheiten ohne Verdienstbezug; die Gleichsetzung verfälscht die Berechnung.
Der Punktwert ändert sich jährlich zum ersten Juli; feste Eurobeträge im Text veralten binnen eines Jahres.
Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wachsen keine Punkte mehr; unlimited accrual wäre falsch.
Umgerechnet werden sollen deutsche Anwartschaften für einen Antrag in Irland, und der Sachbearbeiter dort sucht nach Beitragsjahren. Übertragen wird nichts eins zu eins: Deutsche Punkte messen Verdiensthöhe, irische Beitragswochen messen Zeit, und erst die europäische Zusammenrechnung bringt beide Systeme zusammen.
Rentenpunkte übersetzt die Maschine als pension credits oder qualifying years, und aus einer verdienstabhängigen Größe wird eine reine Zeitzählung. Damit verschwindet, dass ein Gutverdiener im selben Jahr das Doppelte an Anwartschaft erwirbt wie ein Geringverdiener. Verglichen werden Systeme, die Verschiedenes messen.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.