Zugewinnausgleich
Nimm equalisation of accrued gains für das Institut, equalisation claim für den Zahlungsanspruch. Im Zweifel entscheidet, ob gerechnet oder gefordert wird.
Endet die Zugewinngemeinschaft, wird verglichen: Wer während der Ehe mehr hinzugewonnen hat, schuldet der anderen Seite die Hälfte des Überschusses in Geld, § 1378 BGB. Es wird also nichts geteilt und nichts übertragen, es entsteht eine Zahlungsforderung; genau das transportiert equalisation of accrued gains. Beim Tod eines Ehegatten läuft der Ausgleich meist pauschal über die Erhöhung des gesetzlichen Erbteils um ein Viertel, § 1371 BGB, ein Mechanismus, den das common law nicht kennt und der im Zieltext oft einen erklärenden Halbsatz braucht.
division of property behauptet eine Teilung von Gegenständen; ausgeglichen wird eine Geldforderung, das Vermögen selbst bleibt, wo es ist.
profit equalisation gehört in die Konzernbilanz, nicht ins Familienrecht.
US-Texte schreiben equalization mit z; beides ist richtig, nur einheitlich sollte es bleiben.
Die Ausgleichsforderung in der Scheidungsfolgenvereinbarung ist eine bezifferte Geldforderung mit Fälligkeit und Verzinsung. Liest der Empfänger division of property, erwartet er Übertragungen von Vermögensgegenständen, die nie geschuldet waren; equalisation of accrued gains hält die Forderung als das, was sie ist.
Wörtlich gerät der Zugewinnausgleich zu gain compensation oder profit equalisation, Vokabular aus Bilanz und Schadensrecht; der familienrechtliche Geldanspruch zwischen Ehegatten wird für den Leser unsichtbar.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.