beglaubigte Übersetzung
certified translation für die von einem gerichtlich ermächtigten Übersetzer bestätigte Übersetzung. Sie ist selbst keine öffentliche Urkunde, sondern eine Sachverständigenleistung. Im Zweifel entscheidet, ob die Bestätigung vom Übersetzer oder von einer Behörde stammt.
Eine beglaubigte Übersetzung trägt den Bestätigungsvermerk eines gerichtlich ermächtigten Übersetzers über Richtigkeit und Vollständigkeit; im Englischen certified translation, im britischen Raum auch sworn translation. Wichtig für die Praxis: Das Auswärtige Amt stuft Übersetzungen als Sachverständigenleistungen ein, nicht als öffentliche Urkunden, weshalb deutsche Auslandsvertretungen sie grundsätzlich nicht beglaubigen. Ob eine in Deutschland gefertigte Übersetzung im Zielstaat anerkannt wird, richtet sich allein nach dessen Recht. Die Bezeichnung des Übersetzers wechselt zudem je nach Bundesland zwischen ermächtigt, beeidigt und öffentlich bestellt.
Die Übersetzung selbst ist keine öffentliche Urkunde, sondern eine Sachverständigenleistung, das begrenzt ihre Überbeglaubigung.
Die Berufsbezeichnung wechselt je nach Bundesland zwischen ermächtigt, beeidigt und öffentlich bestellt, ohne dass sich die Leistung unterscheidet.
Notarized translation ist etwas anderes, dort bestätigt ein Notar die Unterschrift des Übersetzers, nicht die Richtigkeit der Übersetzung.
Ob eine deutsche beglaubigte Übersetzung im Ausland anerkannt wird, richtet sich nach dem Recht des Zielstaats, nicht nach deutschem Recht.
Verlangt eine Hochschule im Ausland beglaubigte Übersetzungen deutscher Zeugnisse, hängt die Anerkennung am Recht des Ziellandes. Steht nur translation, fehlt der Hinweis auf den Bestätigungsvermerk, und die Unterlagen werden zurückgewiesen. Für den Hausgebrauch belanglos; in einem Bewerbungsverfahren kostet es eine Frist.
Für beglaubigte Übersetzung liefert eine Maschine oft official translation oder notarized translation, wobei die zweite Fügung etwas anderes meint, nämlich die notarielle Bestätigung der Unterschrift des Übersetzers. Wer die Richtigkeit verantwortet, bleibt unklar. Wo der Übersetzer genannt ist, hilft das; in einer Anforderungsliste wird die falsche Leistung bestellt.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.