Satzung
articles of association nach der amtlichen Fassung des Bürgerlichen Gesetzbuchs für die Verfassung eines Vereins. Statutes ist eine wörtliche Übertragung und meint im Englischen Gesetze. Im Zweifel entscheidet, ob die Verfassung einer Körperschaft oder ein Gesetz gemeint ist.
Die Satzung bestimmt die Verfassung des Vereins, soweit das Gesetz nichts anderes vorschreibt; die amtliche englische Fassung nennt sie articles of association. Das Gesetz zählt auf, was sie regeln soll, unter anderem Eintritt und Austritt, Beiträge, die Zusammensetzung des Vorstands und die Voraussetzungen für die Einberufung der Mitgliederversammlung. Statutes ist eine wörtliche Übertragung, die im Englischen Gesetze bezeichnet; sie kommt zwar in Übersetzungen internationaler Organisationen vor, passt aber nicht auf den deutschen Verein.
Statutes meint im Englischen Gesetze und ist keine Wiedergabe der Vereinssatzung.
Bylaws ist amerikanisch geprägt und bezeichnet dort eher die Geschäftsordnung neben der Gründungsurkunde.
Der Gesellschaftsvertrag der GmbH heißt ebenfalls articles of association, gemeint ist aber eine andere Rechtsform.
Von einzelnen gesetzlichen Vorschriften darf die Satzung abweichen, von anderen nicht, das ist im Gesetz einzeln geregelt.
Reicht ein Verein seine Satzung bei einem internationalen Geldgeber ein, prüft dieser Zweckbindung und Vertretungsregeln. Steht statutes im Titel, sucht der Prüfer ein Gesetz statt eines Gründungsdokuments. Für eine Kurzvorstellung nachrangig; in einer Förderprüfung verzögert es den Vorgang.
Satzung trifft eine Maschine oft mit statutes, weil beide Wörter lautlich nahe beieinanderliegen. Im Englischen bezeichnet statutes aber Gesetze, sodass aus einem Gründungsdokument eine Rechtsquelle wird. Wo der Inhalt beschrieben wird, ordnet der Leser richtig ein; als Dokumenttitel führt es in die Irre.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.