Chefarztbehandlung
treatment by the senior consultant für die Chefarztbehandlung, consultant-delivered care, wenn der Facharzt statt eines Arztes in Weiterbildung behandelt; die Stellung selbst ist head of department. Chief physician ist wörtlich und im britischen System sinnlos. Im Zweifel entscheidet, ob Rang oder Behandlung gemeint ist.
Die deutsche Arzthierarchie und die britische decken sich nicht. Dort ist der consultant der fertige Facharzt mit eigener Verantwortung, darunter stehen die Ärzte in Weiterbildung, seit September 2024 amtlich resident doctors statt junior doctors. Ein eigener Rang für den Chefarzt fehlt; am nächsten kommen senior consultant oder clinical director. Die Chefarztbehandlung ist zudem keine Rangfrage, sondern eine Leistung, die der Patient gesondert vereinbart, damit der leitende Arzt persönlich behandelt.
Chief physician ist eine wörtliche Prägung ohne Entsprechung im britischen System; dort trägt consultant den Facharztrang.
Junior doctor ist seit September 2024 durch resident doctor ersetzt; ältere Quellen führen noch die alte Bezeichnung.
Consultant meint im Krankenhaus den Facharzt, nicht den Berater; die Doppelbedeutung führt regelmäßig in die Irre.
Der Oberarzt ist kein senior consultant; die deutschen Zwischenränge haben im britischen System kein eigenes Wort.
Welchen Rang der behandelnde Arzt hat, interessiert die Privatversicherung weniger als die Frage, ob er persönlich tätig war. Übersetzt als chief physician treatment liest sie einen Titel statt einer Leistung und fragt zurück, welcher Arzt tatsächlich operiert hat.
Chefarztbehandlung baut die Maschine wörtlich zu chief physician treatment, einem Titel, den kein britisches Haus vergibt. Dass der Patient dafür eine gesonderte Vereinbarung unterschrieben hat, geht verloren. Was der Patient zugekauft hat, erscheint im Text als bloße Rangbezeichnung.