ADSp
ADSp bleiben unübersetzt und werden erläutert, etwa als German freight forwarders standard terms. Sie sind kein Gesetz, sondern Allgemeine Geschäftsbedingungen, die nur bei Vereinbarung gelten. Im Zweifel entscheidet, ob geltendes Recht oder vereinbarte Bedingungen gemeint sind.
Die Spediteurbedingungen sind ein Klauselwerk und kein Gesetz; sie gelten nur, wenn die Parteien sie einbeziehen, und unterliegen als Allgemeine Geschäftsbedingungen der Inhaltskontrolle. Damit stehen sie in derselben Lage wie die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen. Sie verändern insbesondere die Haftungsgrenzen gegenüber dem Gesetz, weshalb ihre wirksame Einbeziehung im Streitfall regelmäßig als Erstes geprüft wird. Wer sie als regulations wiedergibt, verleiht ihnen Gesetzeskraft.
Die Bedingungen sind kein Gesetz, regulations und code suggerieren Gesetzeskraft und sind falsch.
Sie gelten nur bei wirksamer Einbeziehung in den Vertrag.
Sie verändern die gesetzlichen Haftungsgrenzen, weshalb ihre Einbeziehung zuerst zu prüfen ist.
Auch veröffentlichte englische Fassungen sind uneinheitlich, im Zweifel den deutschen Wortlaut heranziehen.
Vereinbaren Parteien deutsche Speditionsbedingungen und wird der Vertrag übersetzt, entscheidet ihr Rechtscharakter über die Prüfung. Steht forwarding regulations, hält der Leser sie für zwingendes Recht und prüft die Einbeziehung nicht. Für eine Angebotsanfrage nachrangig; im Haftungsstreit ist die Einbeziehung der erste Angriffspunkt.
Wörtlich übersetzt wird die Abkürzung zu German forwarding regulations, was nach staatlichem Recht klingt. Tatsächlich handelt es sich um vereinbarte Bedingungen, deren Einbeziehung im Streitfall zuerst zu prüfen ist. Wo die Vereinbarung erwähnt wird, klärt es sich; in einer Aufzählung anwendbarer Vorschriften stehen sie plötzlich neben dem Gesetz.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.