stufenweise Wiedereingliederung
gradual reintegration für die stufenweise Wiedereingliederung, so das amtliche Gesundheitsportal; phased return to work ist die im englischen Sprachraum geläufige Fassung. Das Hamburg model bleibt als Name stehen. Im Zweifel entscheidet, ob das deutsche Verfahren oder ein allgemeiner Wiedereinstieg gemeint ist.
Während der stufenweisen Wiedereingliederung bleibt der Arbeitnehmer arbeitsunfähig und steigert seine Arbeitszeit nach einem Plan, etwa von zwei über vier auf sechs Stunden. Das Gehalt zahlt nicht der Arbeitgeber, sondern die Krankenkasse Krankengeld oder die Rentenversicherung Übergangsgeld. Zustimmen müssen alle Beteiligten schriftlich, und für den Arbeitnehmer ist die Teilnahme freiwillig. Das amtliche Gesundheitsportal nennt das Verfahren gradual reintegration, den Plan phased plan und das Übergangsgeld transition benefit.
Während der Maßnahme besteht weiter Arbeitsunfähigkeit; als Teilzeitarbeit übersetzt entsteht ein Arbeitsverhältnis mit verringerter Stundenzahl, das es nicht gibt.
Der Arbeitgeber zahlt in dieser Zeit regelmäßig kein Gehalt; die Leistung kommt von Krankenkasse oder Rentenversicherung.
Return to work allein meint jede Rückkehr; das Stufenweise ist der Kern und muss mit.
Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist ein anderes Verfahren und heißt englisch workplace integration management.
Vier Stunden täglich sieht der Plan vor, und der Arbeitgeber in Rotterdam rechnet mit halber Vergütung. Gezahlt wird aber Krankengeld, nicht Lohn; als part-time work übersetzt entsteht eine Erwartung, die das Verfahren gerade nicht erfüllt.
Stufenweise Wiedereingliederung glättet die Maschine zu part-time return und lässt dabei weg, dass der Arbeitnehmer weiterhin arbeitsunfähig ist. Ein Arbeitgeber liest Teilzeit und erwartet Arbeitsleistung gegen Lohn, wo in Wahrheit die Kasse zahlt.