Arbeitnehmerüberlassung

temporary agency work
Substantiv · Juristisch

temporary agency work für die Überlassung eigener Arbeitnehmer an einen anderen Betrieb; das Gesetz heißt englisch Act on the Provision of Temporary Workers. Sie ist erlaubnispflichtig und zeitlich begrenzt. Im Zweifel entscheidet, ob überlassen oder ein Werk geschuldet wird.

Wann welche Übersetzung
temporary agency work – die gewerbsmäßige Überlassung eigener Arbeitnehmer an einen Entleiher, der sie wie eigene Beschäftigte einsetzt und ihnen Weisungen erteilt.
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Warum

Das Gesetz definiert die Überlassung über zwei Merkmale: Der Arbeitnehmer ist in die Arbeitsorganisation des Entleihers eingegliedert und unterliegt dessen Weisungen. Damit entscheidet die gelebte Praxis, nicht die Vertragsbezeichnung. Der Vertrag muss die Überlassung zudem vor dem Einsatz ausdrücklich als solche benennen; fehlt die Erlaubnis oder diese Offenlegung, kann ein Arbeitsverhältnis zum Entleiher entstehen. Derselbe Leiharbeitnehmer darf demselben Entleiher höchstens achtzehn aufeinanderfolgende Monate überlassen werden, und nach neun Monaten greift der Grundsatz gleicher Bezahlung.

Typische Fehler

Maßgeblich sind Eingliederung und Weisungsbindung, eine Bezeichnung als Werkvertrag schützt nicht.

Der Vertrag muss die Überlassung vor dem Einsatz ausdrücklich als solche benennen, sonst liegt verdeckte Überlassung vor.

Die Höchstdauer ist arbeitnehmerbezogen und nicht arbeitsplatzbezogen, ein Austausch der Person setzt die Frist neu in Gang.

Bei Überschreitung entsteht ein Arbeitsverhältnis zum Entleiher, dem der Leiharbeitnehmer binnen eines Monats widersprechen kann.

Beispiele
Arbeitnehmer überlassen to provide temporary workers
Verleiher und Entleiher temporary work agency and user undertaking
Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung licence to provide temporary workers
Offenlegungspflicht duty to designate the assignment as agency work
Überlassungshöchstdauer maximum period of assignment
Festhaltenserklärung declaration to remain with the agency
Worauf es ankommt

Setzt ein Unternehmen Personal eines Dienstleisters im eigenen Betrieb und nach eigenen Weisungen ein, liegt regelmäßig Überlassung vor. Steht outsourcing, prüft niemand die Erlaubnis. Für eine Projektbeschreibung nachrangig; bei einer Kontrolle steht ein Arbeitsverhältnis im Raum.

Was die Maschine übersieht

Arbeitnehmerüberlassung wirkt für eine Maschine wie eine Personalvermittlung, weshalb sie staff leasing oder employee leasing liefert. Beide Fassungen verdecken, dass es sich um eine erlaubnispflichtige und zeitlich begrenzte Konstruktion handelt. Wo Verleiher und Entleiher benannt sind, klärt es sich; in einer Leistungsbeschreibung bleibt die Erlaubnispflicht unsichtbar.

Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.