Überweisungsschein
referral form für den Überweisungsschein, referral für den Vorgang; die Einweisung ins Krankenhaus ist ein anderes Papier und heißt hospital admission referral. Mit der Banküberweisung hat das Wort nichts zu tun. Im Zweifel entscheidet, ob ambulant weitergereicht oder stationär aufgenommen wird.
Überweisung trägt im Deutschen zwei Welten: den Geldverkehr und die ärztliche Abgabe. Englisch trennt beides scharf, credit transfer dort, referral hier. Der Überweisungsschein ist Muster 6 der Vordruckvereinbarung und führt ambulant zu einem anderen Vertragsarzt; für die stationäre Aufnahme gibt es stattdessen die Verordnung von Krankenhausbehandlung nach Muster 2. Ausgestellt wird beides weiterhin auf Papier oder im Blankoformulardruck; eine elektronische Überweisung ist angekündigt, aber noch nicht in Betrieb.
Überweisung im ärztlichen Sinn ist referral; credit transfer gehört zum Zahlungsverkehr und hat hier nichts verloren.
Transfer meint im Krankenhausenglisch die Verlegung eines Patienten, nicht die Überweisung zum niedergelassenen Facharzt.
Überweisung und Einweisung sind zwei Formulare mit zwei Wegen; beide referral zu nennen verwischt ambulant und stationär.
Die elektronische Überweisung ist bislang nur vorgesehen; als eingeführt beschrieben wird Geplantes zur geltenden Praxis.
Zum Kardiologen geschickt wird der Patient mit einem Schein, den die Praxis für die Auslandsklinik übersetzen lässt. Heißt es dort bank transfer, sucht die Aufnahme nach einer Zahlung und findet keine Zuweisung; der Termin platzt.
Überweisungsschein liest die Maschine im Geldsinn und macht daraus einen transfer slip oder gleich eine Zahlungsanweisung. Dass ein Arzt einen Patienten an einen anderen abgibt, verschwindet vollständig. Beim Empfänger landet das Papier in der Buchhaltung statt in der Terminvergabe.