Bereitschaftsdienst
out-of-hours service für den ärztlichen Bereitschaftsdienst außerhalb der Sprechzeiten, on-call duty für den Dienst im Krankenhaus; der Rettungsdienst heißt emergency medical services und ist davon getrennt. Im Zweifel entscheidet, wer gerufen wird und wie dringend es ist.
Das Deutsche trennt drei Dienste, die im Englischen leicht zusammenfallen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst versorgt außerhalb der Sprechzeiten, was nicht bis zum nächsten Werktag warten kann, und heißt out-of-hours service; der Rettungsdienst fährt bei Lebensgefahr und heißt emergency medical services oder ambulance service; der Dienst des Krankenhausarztes ist on-call duty. Arbeitsrechtlich kommt eine vierte Linie dazu: Bereitschaftsdienst am vorgegebenen Ort zählt als Arbeitszeit, Rufbereitschaft in der Regel nicht.
Standby duty trifft eher die Rufbereitschaft; der Bereitschaftsdienst am vorgegebenen Ort ist on-call duty.
Emergency service meint den Rettungsdienst bei Lebensgefahr, nicht die ärztliche Versorgung außerhalb der Sprechzeiten.
Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft unterscheiden sich arbeitsrechtlich; der eine zählt regelmäßig als Arbeitszeit, die andere nicht.
On duty heißt schlicht im Dienst; für die Bereitschaft braucht es on call.
Sonntagmittag ruft die Familie die Nummer für den Bereitschaftsdienst, und im Bericht für den Versicherer heißt es emergency service. Abgerechnet wird daraufhin ein Rettungseinsatz, den es nie gab, während der tatsächliche Hausbesuch unbelegt bleibt.
Bereitschaftsdienst gerät maschinell zu emergency service und wandert damit vom Hausbesuch zum Rettungseinsatz. Zwischen beiden liegen im deutschen System zwei verschiedene Rufnummern und zwei verschiedene Kostenträger. Aus einem Wochenendbesuch wird in der Abrechnung ein Notfall.