Krankengeld
sickness benefit für die Leistung der Krankenkasse, die nach den ersten sechs Wochen einsetzt. Davor zahlt der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung, englisch continued remuneration. Im Zweifel entscheidet, ob die Kasse oder der Arbeitgeber zahlt.
Das deutsche Recht teilt die Lohnersatzleistung bei Krankheit auf zwei Träger auf: In den ersten sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung, danach die Krankenkasse das Krankengeld. Der Krankengeldanspruch entsteht dabei sofort, er ruht nur, solange Entgeltfortzahlung geleistet wird. Das englische Gesundheitsportal des Bundes nennt das eine continued remuneration, das andere sickness benefit. Im allgemeinen Sprachgebrauch fällt beides auf sick pay zusammen, und damit verschwindet die Frage, wer eigentlich zahlt.
Sick pay wird für beide Leistungen benutzt und verwischt, ob der Arbeitgeber oder die Krankenkasse zahlt.
Entgeltfortzahlung und Krankengeld sind zwei Leistungen mit verschiedenen Trägern, nicht zwei Namen für dieselbe Sache.
Statutory sick pay ist ein eigenes britisches Institut mit eigenen Voraussetzungen und kein Gegenstück zum Krankengeld.
Die sechs Wochen sind keine Wartezeit für den Krankengeldanspruch, dieser entsteht sofort und ruht nur während der Entgeltfortzahlung.
Fällt jemand länger als sechs Wochen aus und muss den Verdienstausfall gegenüber einer ausländischen Stelle belegen, zählt die Trägerschaft. Steht überall sick pay, lässt sich nicht erkennen, ob noch der Arbeitgeber oder schon die Kasse leistet. Für ein Gespräch unter Kollegen belanglos; in einer Bescheinigung ist es die Kernangabe.
Krankengeld und Entgeltfortzahlung landen maschinell beide bei sick pay, weil das Englische die deutsche Zweiteilung nicht kennt. Wer zahlt und ab wann, verschwindet damit vollständig. Wo die Sechswochenfrist im Text steht, erschließt es sich; in einer Bescheinigung über den Verdienstausfall fehlt die entscheidende Angabe.
Der Begriffsraum erklärt Sprache, nicht den Einzelfall. Er ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlich verbindlichen Dokumenten sollte die Übersetzung fachkundig geprüft werden.